Durch den Ausfall der Ukraine als Lieferant für GVO-freien Mais müssen Alternativen erschlossen werden.
imago/Martin Wagner
Durch den Ausfall der Ukraine als Lieferant für GVO-freien Mais müssen Alternativen erschlossen werden.
Artikel anhören
:
:
Info
Abonnenten von agrarzeitung Digital können sich diesen Artikel automatisiert vorlesen lassen.

Der globaler Wettbewerb um landwirtschaftliche Rohstoffe nimmt zu.. „Gentechnikfreie“ Rohstoffe bleiben auf unbestimmte Zeit knapp. Darauf müssen sich die Marktbeteiligten aller Stufen einstellen, betonen DVT und DRV.

Durch den brutalen Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine fällt die Schwarzmeerregion auf unbestimmte Zeit als Lieferant für die europäische Futterwirtschaft aus, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung des Deutschen Verbandes Tiernahrung (DVT) und des Deutschen Raiffeisenverbandes (DRV).  Der globale Wettbewerb um die knappen Ressourcen habe deshalb deutlich zugenommen. Dies führe zu enormen Preissteigerungen bei Getreide- und Eiweißpflanzen. Die Versorgungssicherheit gewinne an Bedeutung, effiziente Flächennutzung und die optimale Futterverwertung seien das Gebot der Stunde.

Die Futterwirtschaft müsse sich global wie national auf veränderte Rohstoffverfügbarkeiten und Warenströme einstellen. Bei Eiweißfutter, wie beispielsweise Rapsschrot, sei Deutschland mit einem Selbstversorgungsgrad von nur etwa 30 Prozent zwingend auf Importe angewiesen. Durch den Ausfall der Ukraine als wichtiger Lieferant „gentechnikfreier“ Rohstoffe müssten alternativ erhebliche Maismengen gesichert werden.

Insgesamt lasse sich der Bedarf durch Importe aus Nord- und Südamerika trotz deutlich steigender Preise decken. Hier dominierten allerdings gentechnisch veränderte Sorten den Anbau. Dadurch verenge sich die Verfügbarkeit „gentechnikfreier“ Rohstoffe für den deutschen Futtermittelmarkt. Die Aufrechterhaltung der Versorgung des breiten Marktes mit „gentechnikfreier“ Ware sei daher längerfristig nicht realistisch.

    stats