Russland sagt Nein: Futtermittel aus Dänemark und anderen EU-Ländern dürfen nicht mehr eingeführt werden.
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Russland sagt Nein: Futtermittel aus Dänemark und anderen EU-Ländern dürfen nicht mehr eingeführt werden.
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Russland setzt im Außenhandel mit westlichen Staaten weiter auf einen restriktiven Kurs. Der Föderale Aufsichtsdienst für die Tier- und Pflanzengesundheit (Rosselkhoznadzor) hat nun auch ein Importverbot für Futtermittel und Futtermittelzusatzstoffe aus Dänemark erlassen. Grund: unzureichende Kontrollen.

Die Entscheidung sei auf der Grundlage der Ergebnisse einer Inspektion im Zeitraum vom 26. September bis 3. Oktober 2021 getroffen worden, berichtete der Pressedienst dairynews.ru. Die Inspektion habe ergeben, dass die zuständige dänische Behörde die Aktivitäten von Unternehmen, die Futtermittel nach Russland ausführten, unzureichend kontrolliere. Somit sei das Rückverfolgbarkeitsverfahren bei der Herstellung von Futtermitteln und Futtermittelzusatzstoffen nicht vollständig gewährleistet. Bei Kontrollen seien Rohstoffe und Fertigprodukte ohne Kennzeichnung aufgedeckt worden, hieß es. Zudem hätten die Behörden auch in Russland nicht registrierte Futtermittelzusatzstoffe sowie eine unzureichende Kontrolle möglicher Komponenten mit gentechnisch veränderten Organismen (GVO) in den verwendeten Rohstoffen festgestellt.

Viele Länder bereits betroffen

Das aktuelle Einfuhrverbot für dänische Produkte ist nur das jüngste in einer ganzen Reihe derartiger Maßnahmen. Im Juni waren beispielsweise Importsperren für Futtermittel und Futtermittelzusatzstoffe aus dem Vereinigten Königreich und Kanada mit ähnlichen Begründungen verhängt worden. Zuvor hatte es die betreffenden Einfuhren aus Estland getroffen. Für Futtermittel und Futtermittelzusatzstoffe aus Deutschland und Litauen gilt der Importstopp seit Mitte Mai, für entsprechende Lieferungen aus Spanien seit April, für Einfuhren aus den USA seit März. Die Niederlande sind bereits seit Juli 2020 außen vor. AgE

 

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