Russische Milchviehhalter können auf staatliche Förderung hoffen, sowohl für den Futterkauf als auch für Modernisierungskosten.
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Russische Milchviehhalter können auf staatliche Förderung hoffen, sowohl für den Futterkauf als auch für Modernisierungskosten.
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Russland hat sein Förderprogramm für ländliche Gebiete und für die Unterstützung von Landwirten mit zusätzlich insgesamt 16,9 Mrd. Rbl (203 Mio. €) ausgestattet. Ziel ist unter anderen, den Viehbestand und die Milchproduktion zu sichern.

 

Wie die Regierung in Moskau kürzlich erklärte, sollen von dem zusätzlichen Förderbetrag 10,5 Mrd. Rbl (126 Mio. €) verwendet werden, um die deutlich gestiegenen Kosten für Rinderfutter teilweise zu kompensieren. Ziel sei es, den betreffenden Viehbestand und das Produktionsniveau von Milch zu stabilisieren. Außerdem seien 5,6 Mrd. Rbl (67,2 Mio. €) dafür vorgesehen, den Ackerbauern und Tierhaltern einen Teil ihrer Investitionskosten für den Bau neuer und in die Modernisierung bestehender Gebäude und Anlagen zu erstatten.

Mehr Transparenz in der Milchvermarktung

Unterdessen kommt Moskau mit der digitalen Pflichtkennzeichnung von Milchprodukten mit QR-Codes auf den Verpackungen für mehr Transparenz in der Vermarktungskette weiter voran. Dieses neue System namens „Chestny ZNAK“ soll die Rückverfolgbarkeit in der gesamten Wertschöpfungskette ermöglichen und den Verkauf gefälschter Produkte an die Verbraucher ausschließen. Hersteller, Importeure, Großhändler, Einzelhändler und die Gastronomie müssen in dem System registriert sein. Es werden auch Milchprodukte mit einer Haltbarkeit von mehr als 40 Tagen einbezogen. Das Vorhaben soll bis 2023 abgeschlossen sein. Laut dem Föderalen Aufsichtsdienst für die Tier- und Pflanzengesundheit in Russland (Rosselkhoznadzor) entsprachen 2020 mehr als 16 % der untersuchten Proben von Milchprodukten nicht der vom Hersteller deklarierten Qualität und verstießen gegen die lebensmitteltechnischen Anforderungen. AgE

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