Die hohen Zuwachsraten in der russischen Schweineerzeugung sind zurzeit passé.
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Die hohen Zuwachsraten in der russischen Schweineerzeugung sind zurzeit passé.
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In Russland hat der Ausbau der Schweineproduktion im vergangenen Jahr einen Dämpfer erhalten. Die Afrikanische Schweinepest, regionale Dürren und höhere Produktionskosten bremsen die Entwicklung.

Nach Angaben von Landwirtschaftsminister Dmitrij Patruschew hat 2021 die Erzeugung von Milch und Fleisch gegenüber dem Vorjahr zwar zugenommen, doch fielen die Wachstumsraten verhalten aus. So soll die Erzeugung von Milch um 0,2 % auf rund 32,3 Mio. t und diejenige von Fleisch insgesamt um 0,6% auf 15,7 Mio. t Lebendgewicht (LG) zugenommen haben. Dabei wuchs das Aufkommen von Schweinefleisch - nach vorherigen Jahren mit hohen Zuwachsraten - nur noch um 0,2 % auf 5,5 Mio. t LG. Schätzungen des Marktforschungsunternehmens Emeat gehen sogar, auf Basis von Schlachtgewicht, von einem Rückgang der russischen Schweinefleischerzeugung im vergangenen Jahr aus.

Ein wesentlicher Grund hierfür seien die Tierverluste durch die Afrikanische Schweinepest (ASP) gewesen. Wie der Vorsitzende des nationalen Schweinezüchterverbandes, Jurij Kowalew, gegenüber der Presse erläuterte, haben neben der ASP auch andere Tiergesundheitsprobleme wie das Porzine respiratorische und reproduktive Syndrom (PRRS), regionale Dürren und ein Anstieg der Produktionskosten die heimische Schweineproduktion gebremst.

Weil das Angebot geringer als ursprünglich angenommen ausfällt und ein Preisanstieg für die Verbraucher verhindert werden soll, hatte Russlands Regierung im November angekündigt, im ersten Halbjahr 2022 für ein Kontingent von 100.000 t Schweinefleisch den Einfuhrzollsatz auf Null zu setzen. Für den Rindfleischimport war eine Zollbefreiung für 200.000 t angekündigt worden. AgE
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