Im SmartPigHome soll ein breites Spektrum an tierschutzrelevanten Daten erfasst werden.
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Im SmartPigHome soll ein breites Spektrum an tierschutzrelevanten Daten erfasst werden.
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Das Forschungs-Praxis-Verbundprojekt SmartPigHome wird vom deutschen Bundeslandwirtschaftsministerium gefördert. Mehr Tierwohl durch intelligent gesteuerte Stallumgebung.

Das Bundeslandwirtschaftsministerium fördert im Rahmen des Bundesprogramms für Nutztierhaltung ein Projekt zur Weiterentwicklung der Schweinehaltung. Bei dem Verbundprojekt geht es um die Entwicklung eines interaktiven, tierschutzorientierten Sensorsystems, so der Verbund Transformationsforschung agrar Niedersachsen. Ziel ist es, eine intelligente Stallumgebung für Mastschweine zu schaffen und diese entsprechend der "Stimmung im Stall" zu optimieren.

Über im Stall installierte Kameras werden nicht nur alle automatisch messbaren Umweltparameter wie Luftqualität, Temperatur und Lichtverhältnisse erfasst, sondern auch Tieraktivitäten, Tiergeräusche und Liegemuster. Ein KI-basierter Algorithmus verknüpft diese Daten und nutzt sie zur aktiven Steuerung der Stallumgebung.

Interaktives Spiel mit schmackhafter Belohnung

Sobald die KI auffällige Muster erkennt, startet ein Beschäftigungsspiel, das interaktiv bewegte Objekte auf den Stallboden projiziert. Dies appelliert an die natürliche Neugier und Intelligenz der Tiere, die nach Abschluss des Spiels eine leckere "Belohnung" erhalten, heißt es in der Mitteilung. Der Mehrwert dieses Systems liegt eindeutig im Bereich der vorsorgenden Orientierung, da es bereits auf kleinste, mit bloßem Auge nicht sichtbare Veränderungen reagiert und so eine intelligente, tierbezogene Umweltsteuerung ermöglicht.

unterstützt den Tierhalter dabei, alle Daten aus dem Stall digital zu verknüpfen, auszuwerten und sich so aktiv um die Tiergesundheit zu kümmern. Das Verbundprojekt wird vom Verbund Transformationsforschung agrar Niedersachsen an der Universität Vechta koordiniert. Weitere Projektpartner sind die Peter Kenkel GmbH, die Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover, das Fraunhofer-Institut für Zerstörungsfreie Prüfverfahren und das Start-up VetVise GmbH.



Erstmals veröffentlicht auf www.fleischwirtschaft.de.

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