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Die Venture-Capital-Einheit von EvonikBASF Venture Capital und die Shenzhen SinoAgri E-Commerce beteiligen sich an einem chinesischen Technologie-Startup, das eine effektivere und gesündere Schweinezucht ermöglicht.

  • SmartAHC entwickelt Überwachungsgeräte und Software auf Basis von künstlicher Intelligenz für eine digitalisierte Schweinehaltung
  • Die Investition ermöglicht Einblicke in innovative Agrartechnologien in China, dem weltgrößten Markt für Schweinefleisch
  • Die Technologie des Startups unterstützt das Innovationswachstumsfeld Sustainable Nutrition


SmartAHC mit Sitz in Chengdu und Schanghai hat Überwachungsgeräte und Software entwickelt, die mithilfe künstlicher Intelligenz und des Internets der Dinge die Effizienz landwirtschaftlicher Betriebe sowie das Tierwohl verbessern. Die frühzeitige Erkennung von Krankheiten ermöglicht es den Landwirten beispielsweise, kranke Tiere zu isolieren und die Verbreitung von Infektionen zu verhindern.

Die Technologie von SmartAHC bewirkt die Identifikation und Lokalisierung der Schweine und bietet zudem die Möglichkeit, Temperatur und Fruchtbarkeit der Tiere zu messen. Eine Machine-Vision-Software liefert Informationen über Gewicht und Herdengröße und ermöglicht die frühzeitige Erkennung von Krankheiten. Sensoren sammeln Daten zum Futtermittelbestand und Tagesverbrauch und überwachen die Umgebung des landwirtschaftlichen Betriebs auf Feuchtigkeit, Temperatur und Ammoniak.

Anhand der erfassten Daten und mit Hilfe der Algorithmen der künstlichen Intelligenz liefern die Überwachungs-Software-Plattformen von SmartAHC Echtzeit-Informationen über Dashboards, Statistiken und Empfehlungen. Landwirte haben den Vorteil, dass sie die Effizienz des Betriebs durch eine geringere Sterblichkeit und eine effizientere Fütterung verbessern.

Der Weltmarkt für Schweinefleisch umfasst rund 1,4 Milliarden Tiere pro Jahr, wobei die Hälfte allein auf China entfällt. In den nächsten zehn Jahren ist in China mit einem jährlichen Wachstum des Precision-Farming-Marktes für Schweine um mehr als 20 Prozent zu rechnen, da die Landwirte ihre Tiere vor Krankheiten wie der Afrikanischen Schweinepest schützen wollen.

Die Technik von SmartAHC kann auch das Risiko von Zoonosen verringern. Diese von Tieren auf Menschen übertragbaren Krankheiten können Auslöser von Pandemien sein. Eine weitgehend kontaktfreie Überwachung des Zuchtbetriebs mindert das Risiko einer epidemischen Verbreitung solcher Viren.

Song Lan und Howard Tang starteten mit SmartAHC im Jahr 2014. „Wir freuen uns darauf, einen weiteren Schritt in der Entwicklung unseres Unternehmens zu gehen“, erklärt Song Lan, Chief Executive Officer von SmartAHC. „Diese neue Beteiligung wird dazu dienen, unsere Forschungs- und Entwicklungskapazitäten zu erhöhen und unsere Marktpräsenz auszubauen.“

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