Höhere Importe unterstützen die Produktionszunahme im spanischen Schweinesektor.
IMAGO / Westend61
Höhere Importe unterstützen die Produktionszunahme im spanischen Schweinesektor.
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Höhere Importe unterstützen die Produktionszunahme in dem Land. Sie ist einzigartig in der EU.

Spaniens Schweineproduktion ist in den vergangenen Jahren so stark gewachsen wie in keinem anderen Land der Gemeinschaft. Hierfür war in erster Linie die Vergrößerung der eigenen Tierbestände maßgeblich, doch auch die zunehmende Lebendeinfuhr von Schweinen aus anderen Ländern der Europäischen Union hat zum Wachstum beigetragen. Wie der Dachverband der dänischen Agrar- und Ernährungswirtschaft (L&F) auf Basis von spanischen Außenhandelsdaten berichtete, wurden im vergangenen Jahr von Spanien 2,22 Millionen Ferkel aus anderen EU-Ländern bezogen; das waren 384.500 Tiere oder ein Fünftel mehr als im Vorjahr. Im Vergleich mit 2019 hat der Import sogar um rund 890.000 Tiere oder 67 Prozent zugenommen.

Mit Abstand wichtigster Ferkellieferant waren im vergangenen Jahr mit 1,65 Millionen Tieren die Niederlande, gefolgt von Portugal mit 182.650 Tieren und Dänemark mit 170.850. Auch aus Deutschland wurden Ferkel eingeführt, 2021 rund 119.000 Tiere. Zudem verzeichnet auch der spanische Import von Schlachtschweinen stetige Zuwächse. Der Statistik zufolge hat er sich von 2019 bis 2021 auf 737.600 Tiere mehr als verdoppelt. Bei dieser Tierkategorie war im vergangenen Jahr Portugal mit 226.250 Mastschweinen wichtigster Anbieter, gefolgt von Belgien und Frankreich mit jeweils gut 140.000 Tieren.

Die gesamte Lebendeinfuhr von Schweinen belief sich im vergangenen Jahr auf rund 3 Millionen Tiere; das entsprach gut 5 Prozent des geschätzten Schlachtaufkommens von 58,3 Millionen Tieren. Laut Schätzungen wurden im vergangenen Jahr in Spanien etwa 2,25 Millionen mehr Schweine geschlachtet als 2020; fast 20 Prozent dieses Anstiegs lässt sich grob gerechnet auf die höhere Lebendeinfuhr zurückführen. AgE
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