Ackerbohnen punkten mit einem rund 30-prozentigen Proteinanteil.
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Ackerbohnen punkten mit einem rund 30-prozentigen Proteinanteil.
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Die Südzucker-Gruppe will künftig Proteinkonzentrat aus Ackerbohnen erzeugen und plant dazu die Errichtung einer Produktionsanlage in Offstein. Lebens- und Futtermittelhersteller hat das Unternehmen als Abnehmer im Blick.

Der Konzern will für dieses Vorhaben nach eigenen Angaben insgesamt 50 Mio. Euro investieren. Mit dem Proteinkonzentrat werde das Tochterunternehmen Beneo, das sich auf funktionelle Lebensmittelzutaten spezialisiert habe, sein Portfolio aus pflanzlichen Proteinen erweitern, das bisher auf Weizen und Reis basiere, teilte Südzucker mit. Abnehmer seien Lebens- und Futtermittelhersteller. Außerdem würden in den kommenden Monaten Gespräche mit Landwirten in den Regionen Wetterau und Kassel geführt, um den Anbau von Ackerbohnen auszuweiten. Dort seien nämlich die natürlichen Standortbedingungen besonders geeignet.

Ziel mehrere Tausend Hektar

Erste Vertragsflächen sind laut Südzucker für 2023 vorgesehen. In den kommenden Jahren soll das Ackerbohnenareal auf mehrere Tausend Hektar gesteigert werden. Dem Konzern zufolge liefert die Ackerbohne mit ihrem rund 30-prozentigen Proteinanteil einen natürlichen Grundstoff, zum Beispiel für die Herstellung von Fleisch- und Milchersatzprodukten.

Ihr Stärkeanteil komme zudem Kunden aus der Lebensmittel- und der Futtermittelbranche zugute. Mit dem Proteinkonzentrat aus der Ackerbohne bediene Beneo den Trend zu einer pflanzenbasierten Ernährung und leiste einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz, so Südzucker. Die Ackerbohne binde als Leguminose den in der Luft vorhandenen Stickstoff zur natürlichen Nährstoffversorgung im Ackerbau. Mit einem geringen energetischen Fußabdruck sei die geplante Verarbeitungsanlage besonders nachhaltig konzipiert. AgE
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