An Frühjahrskulturen wurden etwa 2,76 Mio. ha weniger als zur Ernte 2021 in der Ukraine bestellt.
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An Frühjahrskulturen wurden etwa 2,76 Mio. ha weniger als zur Ernte 2021 in der Ukraine bestellt.
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Wie sehr der Angriffskrieg Russlands die Landwirtschaft in der Ukraine einschränkt, zeigen die amtlichen Zahlen zur diesjährigen Frühjahrsaussaat. So fällt der Anbau von Sommerkulturen nach Zahlen des Agrarministeriums in Kiew um rund 22 % kleiner aus als im vergangenen Jahr.

Insgesamt wurden dem Ressortangaben zufolge aktuell 14,16 Mio. ha mit Frühjahrskulturen bestellt; das sind etwa 2,76 Mio. ha weniger als zur Ernte 2021 mit 16,92 Mio. ha. Mais wurde laut Ministerium dabei jetzt auf 4,41 Mio. ha ausgesät, Sonnenblumen auf 4,2 Mio. ha und Sojabohnen auf 1,15 Mio. ha. Das Anbauareal von Sommergerste wird auf 928.400 ha beziffert, das von Sommerweizen auf 189.300 ha und das von Sommerraps auf 31.700 ha. Die mit Kartoffeln und Zuckerrüben bestellten Felder werden auf 1,11 Mio. ha beziehungsweise 182.100 ha veranschlagt.

Nach Angaben des Staatlichen Statistikamtes der Ukraine war Wintergetreide für die Ernte 2022 - noch vor der russischen Invasion - auf insgesamt rund 7,6 Mio. ha ausgesät worden; im Vergleich zum Vorjahr sind das 0,3 Mio. ha weniger. Eine Fläche von 6,5 Mio. ha entfällt hiervon auf Winterweizen und Triticale, während Roggen auf 109.000 ha zu finden ist. Gerste nimmt 969.000 ha ein, und bei Winterraps sind es 1,41 Mio. ha. AgE

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