Die Ukraine konnte doch größere Getreidemengen für den Export über den Landweg transportieren als erwartet.
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Die Ukraine konnte doch größere Getreidemengen für den Export über den Landweg transportieren als erwartet.
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Trotz stetiger Kriegshandlungen und der Blockade der wichtigen Schwarzmeerhäfen durch Russland hat die Ukraine in diesem Monat offenbar größere Mengen an Agrarprodukten exportieren können.

Marktanalysten waren Anfang März davon ausgegangen, dass auf der Schiene allenfalls bis zu 600.000 t an landwirtschaftlichen Erzeugnissen exportiert werden könnten und damit nur gut ein Zehntel der Menge, die in Friedenszeiten über die Seehäfen umgeschlagen wurden. Tatsächlich konnten aber laut Angaben des Beraters vom Präsidenten des Ukrainian Agribusiness Club (UCAB), Volodymyr Lapa, im März schätzungsweise etwa 1,5 Mio. t und rund 100.000 t Pflanzenöl per Bahn über die Westgrenze transportiert werden.

Demnach erwies sich die ukrainische Bahn als leistungsfähiger als gedacht. Zwar sei die Ausfuhrmenge immer noch weit von den Exportzahlen über die Schwarzmeerhäfen entfernt, erklärte Lapa. Das Ergebnis zeige aber, dass ein Totalausfall der Ukraine als Exporteur habe verhindert werden können. Zudem werde die Logistik stetig erweitert, so dass noch größere Ausfuhrmengen auf dem Landweg realistisch erschienen. AgE

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