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Basierend auf den unter Kriegsbedingungen erreichten Aussaatflächen für die Sommerungen hat der Ukrainische AgriBusiness Club (UCAB) seine Prognose zur diesjährigen Getreide- und Ölsaatenernte aktualisiert. Der Verband rechnet mit einer Getreideernte von insgesamt 50,4 Mio. t, ein Rückgang von gut 40 % zum Vorjahresergebnis.

Das Weizenaufkommen schätzt UCAB dabei auf 18,0 Mio. t, nach 32,2 Mio. t im Jahr 2021. Die Maisernte soll 25,7 Mio. t erreichen und damit um 39 % unter der des Vorjahres bleiben. Für die Gerste erwartet die Organisation ein Druschergebnis von 5,2 Mio. t und damit 4,2 Mio. t weniger als 2021.

Hinsichtlich der Sonnenblumen beläuft sich die jetzige Ernteerwartung auf 10,6 Mio. t, was einem Minus von 5,8 Mio. t oder rund 35 % entsprechen würde. Die Sojabohnenernte soll 3,0 Mio. t erreichen, nach 3,5 Mio. t im Jahr zuvor. Für Rapssaat wird mit 2,7 Mio. t sogar nur ein Rückgang von rund 200.000 t prognostiziert. Dies liegt nach Angaben von UCAB an der hohen Preiswürdigkeit und Transportfähigkeit des Rapses, weshalb die ukrainischen Bauern in diesem Frühjahr vermehrt auf diese Ölfrucht gesetzt hätten.

In seine Ernteschätzung hat der AgribusinessClub einbezogen, dass in einigen östlichen Landesteilen aufgrund der Besetzung beziehungsweise fortdauernden Kriegshandlungen keine oder nur eine geringfügige Aussaat möglich war. Zudem wird angenommen, dass die Erträge wegen fehlender Dünge- und Pflanzenschutzmittel oder anderer Einschränkungen um 10 % unter dem langjährigen Durchschnitt liegen werden. Für die Winterungen, die im Herbst noch unter „Normalbedingungen“ ausgesät worden waren, gehend die Analysten von um 5 % niedrigeren Durchschnittserträgen aus. AgE

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