Etwa ein Drittel des weltweit gehandelten Weizens stammt aus der Ukraine und Russland.
IMAGO / YAY Images
Etwa ein Drittel des weltweit gehandelten Weizens stammt aus der Ukraine und Russland.
Artikel anhören
:
:
Info
Abonnenten von agrarzeitung Digital können sich diesen Artikel automatisiert vorlesen lassen.

Die Lage in der Ukraine spitzt sich immer mehr zu und führt zu neuen Höchstpreisen bei Rohstoffen. Der Preis für europäischen Weizen hat sich seit dem Angriff verdoppelt. Die Geflügelwirtschaft fordert, die Verwendung von Getreide für die Kraftstoffproduktion auszusetzen.

Der Krieg in der Ukraine befeuert die steigenden Rohstoffpreise im Lebensmittelbereich: Der Preis für Weizen ist auf ein neues Rekordhoch von rund 413 Euro pro Tonne gestiegen, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters am Montag. Hintergrund sei, dass etwa jedes dritte Büschel Weizen, das in der Welt gehandelt wird, entweder aus Russland oder der Ukraine stamme. Ein Ende der Preisauftriebs sei bislang nicht in Sicht. 

Die Geflügelwirtschaft fordert angesichts dieser Entwicklung, die Verwendung von Getreide in der Kraftstoffproduktion zu stoppen. Weizen und Mais dürften in dieser schweren Krise ab sofort nicht mehr zu Ethanol verarbeitet werden, verlangten sämtliche Verbände der Branche nach Informationen der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ) in einem Schreiben an Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir (Grüne) und seine niedersächsische Amtskollegin Barbara Otte-Kinast (CDU). Der Präsident des Zentralverbandes der Deutschen Geflügelwirtschaft, Friedrich-Otto Ripke, bestätigte am Freitag das Schreiben.

Die Verbände warnten vor einer Verknappung des Getreides auf den Weltmärkten. Sollte die Versorgung der Nutztiere mit Futter auch nur teilweise zusammenbrechen, gefährde das die Tierhaltung in Deutschland, hieß es in dem Brief. Dieses Szenario müsse verhindert werden.

 

Der Text erschien zuerst auf Lebensmittelzeitung.net

Newsletter-Service agrarzeitung

Mit unseren kostenlosen Newslettern versorgen wir Sie auf Wunsch mit den wichtigsten Branchenmeldungen

 

    stats