Die EU-27 weitet den Anbau von Sonnenblumen zwar aus, weltweit aber sinkt die Fläche um gut 7 Prozent.
Foto: Saatbau Linz
Die EU-27 weitet den Anbau von Sonnenblumen zwar aus, weltweit aber sinkt die Fläche um gut 7 Prozent.
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Der weltweite Anbau von Sonnenblumen für die Vermarktungssaison 2022/23 wird unter dem Strich voraussichtlich auf ein Siebenjahrestief eingeschränkt. In der Ukraine fehlt rund ein Drittel der Fläche.

Laut Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP) ist mit einem globalen Sonnenblumenareal von insgesamt nur 26,4 Mio. ha zu rechnen; das wären etwa 2 Mio. ha oder 7,2 % weniger als 2021/22. Die UFOP verweist dabei auf Daten des Internationalen Getreiderats (IGC) in London. Vor allem in der Ukraine dürfte der Anbau kriegsbedingt deutlich kleiner ausfallen als in den Vorjahren.

Im Einzelnen veranschlagt der IGC die Aussaat von Sonnenblumen in der Ukraine für 2022/23 auf voraussichtlich nur 4,5 Mio. ha; im Vergleich zur vorangegangenen Saison wären das 2,2 Mio. ha oder 32,4 % weniger. Allerdings sei diese Prognose wegen der dortigen Kämpfe mit großer Unsicherheit behaftet. Welche Flächen gedüngt, gepflegt und schließlich abgeerntet werden könnten, ist für die Marktexperten kaum vorhersagbar.

Indes erwartet der Getreiderat für Russland eine Sonnenblumenfläche für die kommende Ernte auf dem Vorjahresniveau von 9,6 Mio. ha. Damit bliebe das Land der weltgrößte Erzeuger dieser Ölsaat. Dagegen rechnen die Londoner Fachleute für die EU-27 mit einer Ausweitung des betreffenden Areals um etwa 200.000 ha oder 5,1 % auf 4,7 Mio. ha. Als Begründung wird das historisch hohe Preisniveau für Sonnenblumensaat und das absehbar kleine Angebot aus der Schwarzmeerregion angeführt. AgE
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