Die Großhandelspreise für Eier sind in Polen um 23 % gestiegen.
imago/Markus Tischler
Die Großhandelspreise für Eier sind in Polen um 23 % gestiegen.
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Die Preise für Eier und Geflügel gehen im polnischen Großhandel steil nach oben. Ein Grund: die hohen Futterkosten. Bald müssten auch Verbraucher tiefer in die Tasche greifen.

Nach Angaben des Verbandes der polnischen Geflügel- und Futtermittelproduzenten (KIPDiP) haben sich Schlachthühner allein seit Ende Januar im Großhandel um ein Viertel verteuert. Die Großhandelspreise für Eier haben seitdem um 23 % und damit weit jenseits der in vielen Jahren saisonal üblichen Verteuerung zugelegt.

Der Sprung bei den Abgabepreisen hat laut dem Verband zum großen Teil mit den Entwicklungen in der Ukraine zu tun. Seit dem russischen Angriff hätten sich die Getreide- und damit die Futterpreise drastisch verteuert. Wesentlich verstärkt werde die Inflation zusätzlich durch den Wegfall der Ukraine als Eier- und Fleischlieferant für polnische Abnehmer und die anziehende Nachfrage in der heimischen Gastronomie. All dies ergebe eine „explosive Mischung“ auf dem Markt, der eine beispiellose Preisspirale in Gang gesetzt habe, so der Branchenverband.

Er geht davon aus, dass die Preisaufschläge in Kürze auch bei den polnischen Verbrauchern ankommen werden. Laut KIPDiP machen die Futtermittelkosten bis zu 70 % der gesamten Kosten in der Eier- und Geflügelfleischerzeugung aus. Angesichts der historischen Aufschläge bei Futtermitteln und bei Energie sei jedenfalls nicht damit zu rechnen, dass sich Lieferanten ohne deutliche Aufschläge von ihrer Ware trennen würden, zumal das Interesse ausländischer Abnehmer lebhaft sei. AgE

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