Landwirtschaftsminister Roman Leshchenko: „Die bevorstehende Aussaat ist vielleicht die schwierigste und wichtigste im Leben der heimischen Bauern.“
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Landwirtschaftsminister Roman Leshchenko: „Die bevorstehende Aussaat ist vielleicht die schwierigste und wichtigste im Leben der heimischen Bauern.“
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Der Winter endet in diesem Jahr in der Ukraine spät. Die Aussaat ist in Teilen des Landes ohnehin noch nicht möglich. Dies könnte helfen, die Folgen des russischen Angriffskriegs für die ukrainische Landwirtschaft abzumildern.

Wie Landwirtschaftsminister Roman Leshchenko gestern feststellte, wäre eine Frühjahrsaussaat unter den aktuellen Bedingungen mit Nachttemperaturen von bis zu minus 12 Grad Celsius im Norden und Osten des Landes auch ohne die Kriegshandlungen meist noch nicht möglich.

Der Minister rechnet deshalb erst zu Ende März oder Anfang April und damit später als sonst mit dem verbreiteten Beginn der Feldbestellung. Nach seiner Einschätzung verschafft diese wetterbedingte Verschiebung den Betrieben die notwendige Zeit, Ressourcen wie Treibstoff und Dünger zu sammeln und die Arbeiten auch unter den aktuell erschwerten Bedingungen zu organisieren.

Leshchenko nutzte die Gelegenheit, die ukrainischen Landwirte an die Bedeutung ihrer Arbeit zu erinnern. Die bevorstehende Aussaat ist nach seinen Worten „vielleicht die schwierigste und wichtigste im Leben“ der heimischen Bauern. Ihr Wert werde diesmal nicht in den Kategorien „Ernte“ und „Preis“ gemessen werden. Vielmehr gehe es um die Zukunft des Landes, betonte der Agrarminister. AgE

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