Lupinen schmecken auch Rind, Schwein und Geflügel.
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Lupinen schmecken auch Rind, Schwein und Geflügel.
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Die Webseite des neuen Leguminosen-Netzwerks LeguNet ist online. Interessierte finden dort Informationen rund um den Anbau, die Verwertung und Verfütterung von Hülsenfrüchten wie Ackerbohnen, Erbsen, Lupinen und Soja.

Das „Modellhafte Demonstrationsnetzwerk zur Ausweitung und Verbesserung des Anbaus und der Verwertung von Körnerleguminosen in Deutschland (LeguNet)“ folgt auf die drei vorhergehenden Demonstrationsnetzwerke zu Erbsen/Bohnen, Soja und Lupinen der bundesweiten Eiweißpflanzenstrategie. „Die bisherigen Erkenntnisse der Netzwerke sind nun kulturartenübergreifend zu einem Gesamtkonzept für alle Körnerleguminosen zusammengeführt“, so Projektleiter Ulrich Quendt vom Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen (LLH). Er ergänzt: „In Deutschland bisher eher selten angebaute Kulturen wie Kichererbsen und Linsen integrieren wir mit in das Netzwerk. Wegen der sich ändernden Witterungsbedingungen steigt auch ihr Potenzial. Die Webseite bauen wir nach und nach aus.“

Landwirte erfahren auf der Webseite, wie sie die Körnerleguminosen auf ihrem Standort gewinnbringend anbauen können – von Aussaat und Standortbedingungen über Unkrautbekämpfung und Düngung bis hin zu Krankheiten, Schädlingen und Ernte. Ein Arbeitsschwerpunkt des Netzwerks liegt auf Wertschöpfungsketten, mit denen die Absatzmärkte im Bereich Futtermittel und Lebensmittel konsequent wachsen können. Dazu ist zunächst eine funktionierende Infrastruktur für Handel und Aufbereitung notwendig als Voraussetzung für die Entwicklung neuer Produkte.

Best Practise als Vorbild

„Erfolgreiche Praxisbeispiele zeigen die unterschiedlichsten Verwertungsmöglichkeiten für die Ernährung von Mensch und Tier. Der Bedarf nach heimischen Eiweißfuttermitteln sowie das Interesse an eiweißreichen Alternativen zu Fleisch in der menschlichen Ernährung steigen kontinuierlich“, erklärt Quendt. So wird etwa anhand von Beispielbetrieben auch dargestellt, welche Erfahrungen diese in der Fütterung von Rinder, Schweinen und Geflügel gemacht haben und wie die Rationsgestaltung ausgesehen hat.

Unter der Leitung des LLH bringen bisher fünf weitere Verbundpartner ihre Expertise rund um Leguminosen mit ein. Namentlich sind dies die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP), der Fachbereich Agrarwirtschaft der Fachhochschule Südwestfalen, die Forschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei Mecklenburg-Vorpommern, die Öko-BeratungsGesellschaft mbH und die FiBL Projekte GmbH. In einem zweiten Schritt sollen weitere Verbundpartner und Demonstrationsbetriebe hinzukommen. LeguNet wird gefördert durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestags im Rahmen der BMEL-Eiweißpflanzenstrategie.

www.legunet.de

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