Prof. Dr. Martina Brockmeier erhält als erste Frau den Theodor Brinkmann-Preis. Hier bei der Übergabe vom Dekan Prof. Dr. Thomas Heckelei.
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Prof. Dr. Martina Brockmeier erhält als erste Frau den Theodor Brinkmann-Preis. Hier bei der Übergabe vom Dekan Prof. Dr. Thomas Heckelei.
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Der Theodor Brinkmann-Preis geht in diesem Jahr an Professorin Dr. Martina Brockmeier von der Universität Hohenheim. Sie ist damit die erste Frau, die mit diesem Wissenschaftspreis ausgezeichnet wird.

Die Preisträgerin leitet seit 2009 den Fachbereich Internationaler Agrarhandel und Welternährungswirtschaft an der Universität Hohenheim. Davor war sie von 1999 bis 2008 Leiterin des Instituts für Marktanalyse und Agrarhandelspolitik am Thünen-Institut, Braunschweig. Von 2017 bis 2020 war Prof. Dr. Martina Brockmeier Vorsitzende des Wissenschaftsrates, dem sie seit 2014 angehörte. Im Juli 2022 wird sie die Funktion als Präsidentin der Leipzig-Gemeinschaft antreten. Darüber hinaus hat sie weitere Funktionen in verschiedenen Wissenschaftsgremien ausgeübt. Ihr Studium der Agrarökonomie und die Promotion hat die Preisträgerin in Gießen absolviert.

Bei der Verleihung in Bonn stellte der Prof. Dr. Thomas Heckelei, Dekan der Landwirtschaftlichen Fakultät an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn und Kuratoriumsvorsitzender der Theodor Brinkmann-Stiftung, die besonderen Leistungen heraus.

In seiner Laudatio unterstrich Prof. Dr. Markus Rodehutscord, selbst Absolvent der Universität Bonn und Leiter des Fachgebiets für Tierernährung an der Universität Hohenheim, das interdisziplinäre Denken und Handeln der Preisträgerin. Mit der Wahl zur Präsidentin der Leipzig-Gemeinschaft verliere die Universität Hohenheim eine begeisterte Wissenschaftlerin, die achtsam führen würde und in Verhandlungen unter Wahrung des Interessenausgleichs das Ziel immer klar vor Augen habe. Dies sei wohltuend und habe sie bereits im Wissenschaftsrat bewiesen.

In ihrer Festrede „Frauen an der Spitze: The mission continues …” machte Professorin Dr. Karin Jacobs, Vizepräsidentin der Deutschen Forschungsgemeinschaft (Universität des Saarlandes, Experimentalphysik und Zentrum für Biophysik) mit Anspielung auf die erste weibliche Preisträgerin der Theodor Brinkmann-Stiftung deutlich, dass der Frauenanteil in der Wissenschaft weiter zu steigern sei.

Auszeichnung für interdisziplinäres Wirken
Die Theodor Brinkmann-Stiftung e.V. wurde in Erinnerung an den Bonner Forscher und Hochschullehrer, Dekan und Rektor gegründet. Sie versteht sich als Mittlerin zwischen Wissenschaft und Praxis. Dazu werden unter anderem Stipendien für wissenschaftliche Arbeiten und zur Förderung des Nachwuchses vergeben. Letzte Preisträger der im Turnus von zwei Jahren vergebenen höchsten Auszeichnung sind Dr. Helmut Born, Prof. Dr. Joachim von Braun, Johannes Frizen, Prof. Dr. Dr. Friedrich Kuhlmann, Manfred Nüssel, Prof. Dr. Jürgen Zeddies, Dr. Clemens Große Frie.

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