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Die gezielte, leistungsgerechte Versorgung von Nutztieren gilt nicht nur für die Hauptnährstoffe als Schlüssel effizienter Fütterung, sondern dies gilt auch für die Stoffe, die in geringeren Dosierungen über die Nahrung zugeführt werden müssen, namentlich den Spurenelementen. Spurenelementdosierung bewegt sich meist auf einem schmalen Pfad zwischen Unter- und Überversorgung.

» Jod in der Tierernährung
Transfer in Milch und Eier

Jod (I) ist für Mensch und Tier ein essentielles Spurenelement. Durch Lebensmittel tierischer Herkunft, neben Seefisch vor allem Milch und Eier, werden wesentliche Beiträge zur Jodversorgung des Menschen geleistet. Andererseits ist durch die enge Spanne zwischen Jodbedarf und tolerierbaren Höchstmengen beim Menschen auch eine Überversorgung nicht auszuschließen. Aus diesem Grund wurden am FLI umfangreiche Dosis-Wirkungsversuche unter Berücksichtigung verschiedener Einflussfaktoren auf den Jodtransfer durchgeführt. Über Ergebnisse mit Milchkühen und Legehennen wird im vorliegenden Beitrag berichtet.


» Neue Generation organischer Spurenelemente
Ein bedeutender Schritt in der Tierernährung

Seit langem wird Tierfutter mit anorganischen Quellen von Spurenelementsalzen (ITM) wie Zinkoxid oder Kupfersulfat angereichert. Steigerungen des genetischen Potenzials der Tiere haben die Leistung erhöht und führten zu höheren Anforderungen an die Versorgung mit Spurenelementen. Zusätzlich kann das Auftreten von Lahmheit bei Milchkühen, hohen Ausfallraten bei Sauen und Fußballenschäden bei Geflügel sowie schlechte Eischalenqualität mit einer unzureichenden Mineralstoffversorgung in Verbindung gebracht werden. Die Beachtung von Tiergesundheit und -wohlbefinden und der daraus folgende Effekt auf die Tierleistung haben zur Entwicklung verschiedener organischer Spurenelemente (OTM) geführt. Deren Ziel ist es, ihre Bioverfügbarkeit zu maximieren.


» Optimale Kupferversorgung
Neue innovative Cu-Quelle

Die Bedeutung von Spurenelementen für eine optimale Gesunderhaltung und Leistung bei Nutztieren wird häufig unterschätzt obwohl Spurenelemente sehr komplexe Funktionen im Stoffwechsel erfüllen und Mangelzustände zu umfangreichen Störungen am Tier führen können. Insbesondere spielt Kupfer eine wichtige Rolle bei der Regulierung von Enzymaktivitäten aber auch im Eisenstoffwechsel (beispielsweise Einsentransport), der Neutralisierung freier Radikale und der Reifung roter Blutkörper und ist unverzichtbar für den Knochen- und Knorpelstoffwechsel. Darüber hinaus hat es antimikrobielle Eigenschaften und die Fähigkeit, die Immunantwort zu steuern wenn es über den Ernährungsbedarf hinaus gefüttert wird.


» Verbesserung der Nährstoffnutzung bei Ferkeln
Neue Strategie durch Süßstoffe

Mit dem gegenwärtigen und erwarteten Wachstum der menschlichen Weltbevölkerung und der daraus folgenden weltweiten Nachfrage nach tierischen Produkten wurde die Suche nach neuen Strategien zur Verbesserung der Effektivität in der Lebensmittelerzeugung zu einem Forschungsschwerpunkt. Mit Achtung vor den Nutztieren ist die Optimierung der Tiergesundheit und Nährstoffnutzung ein Schlüsselbestandteil um die Produktionseffizienz zu verbessern.


» Phönix aus der Asche
In die Tierernährung in Weihenstephan kommt neuer Schwung

Seit Oktober 2010 ist Prof. Wilhelm Windisch Institutsleiter des Instituts für Tierernährung der TU München in Weihenstephan. Das Institut, dessen Aktivitäten nach der Emeritierung von Prof. Manfred Kirchgeßner sehr zurückgefahren waren, will er zu neuen Erfolgen bei Lehre und Forschung führen.

Literaturverzeichnis
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