FeedMagazine

Zusatzstoffe werden Mischfutter zugesetzt, weil sie eine bestimmte Wirkung entfalten sollen. Dazu zählen die Erfüllung des Nährstoffbedarfs, Hygienisierung, funktionelle Unterstützung der Verdauung, Toxinbindung und -entgiftung, Geschmacksverbesserung, technische/physikalische Hilfe bei Transport, Verarbeitung und Lagerung von Futtermitteln und vieles mehr. Diese Vielfalt lässt sich in einer Ausgabe dieses Magazins nicht wiedergeben. So werden in dieser Ausgabe lediglich Hefen zur Unterstützung von Gesundheit und Leistung von Hochleistungskühen, Aminosäuren zur exakten Bedarfsdeckung und Toxinbinder zur Vermeidung von Schäden durch Mykotoxine angesprochen. Wie weit das Feld von „Wirkstoffen“ tatsächlich ist, zeigt der Bericht über ein Einzelfuttermittel, dem durchaus eine prebiotische Wirkung zugesprochen werden kann. Schließlich kommt die dreiteilige Darstellung einer quantitativen Bestimmung von Soja im Futter zu ihrem Ende.

» Lebendhefe bei Hochleistungskühen
Vielfältige Effekte auf Gesundheit und Leistung

Kann Lebendhefe Stress durch falsche oder unausgewogene Fütterung reduzieren und damit den Gesundheitsstatus der Hochleistungskuh erhöhen? Neben der Milchleistung ist der Gesundheitsstatus der Kühe ein wichtiger ökonomischer Faktor in der Milcherzeugung. Untersuchungen zum Einsatz von Lebendhefe am Schothorst Research Center (Lelystad, Niederlande) zeigen den positiven Einfluss von Lebendhefe (Vistacell) auf die Gesundheit und die Leistung bei Färsen sowie den bereits sehr hochleistenden, mehrlaktierenden Kühen.

» Wechselwirkungen zwischen den verzweigtkettigen Aminosäuren
Ein Problem im Ferkelfutter?

Im Laufe der Evolution haben höhere Lebewesen die Fähigkeit zur Synthese bestimmter Aminosäuren verloren, da diese offensichtlich für den normalen Stoffwechsel kurzfristig entbehrlich waren und/oder das Nahrungsangebot ausreichte. Mit dem züchterischen Fortschritt führt ein Mangel an einigen dieser nunmehr essentiellen Aminosäuren zu deutlichen Leistungseinbußen, wenn diese nicht dem Futter zugesetzt werden. Trotzdem liegen in praktischen Futterrationen noch einige essentielle Aminosäuren im Überschuss vor. Dadurch können Wechselwirkungen mit anderen Aminosäuren auftreten, die im schlimmsten Fall den Mangel an bereits limitierenden Aminosäuren noch verstärken.

» Deoxynivalenol im Darm
Was passiert hier genau?

Von den 12.947 wissenschaftlichen Publikationen zu Mykotoxinen befassen sich mehr als 3.000 mit Deoxynivalenol (DON). Wissenschaftler haben erst im vergangenen Jahrzehnt begonnen, die Auswirkungen von Deoxynivalenol auf den Darm von Nutztieren eingehender zu untersuchen.

» Mit reguliertem Darm fühlt sich das Tier wohl
Ein Rohstoff mit prebiotischer Wirkung

Vor allem Tannine machen die darmregulierende Wirkung von Caromic, dem von Euroduna, Barmstedt/D vertriebenen Futtermittel aus gerösteten und gemahlenen Johannisbrotschoten, aus. Es lässt sich bei allen Nutztieren und auch im Heimtierfutter einsetzen und verbessert durch seinen hohen Gehalt an Zuckern die Schmackhaftigkeit des Futters. Auf einer Reise nach Spanien werden der Ursprung und die Verarbeitung des Johannisbrots deutlich.

» ELISA zur quantitativen Bestimmung der Sojamasse in Futtermittelmischungen
Alternative zur amtlichen mikroskopischen Schätzmethode – Abschnitt 3

Bisher erschienen:
Abschnitt 1 der Langzeitstudie (Ausgabe 11-12/ 2013)
Im Abschnitt 1 wurden anhand von Vorversuchen die Auswahl aus geeigneten Testsystemen getroffen, die Proteingehalte verschiedener Sojakomponenten bestimmt und die Methode als solches festgelegt.
Abschnitt 2 der Langzeitstudie (Ausgabe 1-2/ 2014).
Der 2. Abschnitt dieser Langzeitstudie beschäftigte sich mit der Hauptuntersuchung Teil 1. Im Rahmen dieses 1. Teils konnten Aussagen zur Korrelation von PCR- und ELISA-Methode getroffen werden. Diese zeigte aber auch die Notwendigkeit auf, diese kombinierte PCR-STI-ELISA Methode zu verbessern, was in der Hauptuntersuchung Teil 2 zum Tragen kam.
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