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Die Futtermittelindustrie arbeitet an einer wichtigen Schnittstelle zwischen Ernährungssicherung, Lebensmittelsicherheit, Effizienz in der Tierhaltung, Tiergesundheit und nachhaltigem Wirtschaften. Innovationsfreudig geht die Branche die Erfüllung künftiger Anforderungen an. Dabei wird ihr jedoch nicht immer die Geschwindigkeit zugestanden, die technologisch möglich wäre. Daher beschäftigen wir uns in dieser Ausgabe unter anderem mit der Dauer der Bearbeitung von Zulassungsanträgen für neue Zusatzstoffe durch die EU-Behörden. Sehr deutlich ist hier die Regel „Zeit ist Geld“ zu bestätigen. Unternehmen der Zusatzstoffindustrie können nur dann Geld in Forschung und Entwicklung stecken, wenn sie eine realistische Chance haben, die Investition in einer angemessenen Zeit zu amortisieren.

» Zulassung von Futtermittelzusatzstoffen
Wie lange dauerte ein durchschnittliches Zulassungsverfahren in Europa in den vergangenen zehn Jahren?

Um Zulassung und Markteintritt eines neuen Futtermittelzusatzstoffes besser planen zu können wurde analysiert, wie lange ein durchschnittliches Zulassungsverfahren in der Europäischen Union vom Zeitpunkt der Einreichung eines vollständigen Antrages bis zur Marktzulassung in den vergangenen zehn Jahren dauerte. Die Marktzulassung für einen Futtermittelzusatzstoff per Verordnung bestimmt unmittelbar den frühestmöglichen Zeitpunkt des Markeintrittes in den Europäischen Markt – und ist somit der Dreh- und Angelpunkt zwischen Regulatory Affairs und Strategischem Marketing in der Futtermittelzusatzstoffindustrie.

» Fusariumtoxine im Mais
Besteht eine Gefahr für die Milchkühe?

Mittlerweile ist bekannt, dass europaweit mit hohen Pilzkontaminationen der Gattung Fusarium im Mais sowie der Maissilage zu rechnen ist. In Deutschland sind hauptsächlich Ost- und Süddeutschland betroffen, aber auch erste Rückmeldungen aus Norddeutschland (Quelle LWK Münster) zeigen regionsabhängig hohe Mykotoxin-Gehalte in Maisprodukten. Selbst das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft warnte Ende 2014 eindringlich vor den hohen Gehalten an Deoxynivalenol (DON) und Zearalenon (ZEN) in der Maisernte und verweist auf die laut EU-Empfehlung (2006/576/EU) geltenden Richtwerte in Futtermitteln. Mykotoxine gehören futtermittelrechtlich zur Gruppe der unerwünschten Stoffe. Die Gehalte der Fusariumtoxine DON und ZEN in Futtermitteln werden über einen Richtwert der europäischen Union geregelt.

» Hefen in der Nutztierfütterung
Eine Marktübersicht

Lebendhefe, Hefekulturen, inaktivierte Hefe, Hefebestandteile, Futterhefen, Bierhefen… das Angebot an verschiedenen Hefeprodukten auf dem Markt ist groß und verwirrend. Oftmals ist gar nicht genau klar, wofür welche Hefe steht und was ihre sinnvollste Einsatzmöglichkeit ist.

» Bakteriostatische Wirkung von Bierhefe
Hopfen unterstützt Bakterienhemmung

Die positive Wirkung der Bierhefe (Saccharomyces cerevisiae) auf den tierischen Organismus wird in zahlreichen Praxisbeispielen als längst bewiesen betrachtet. Kann Bierhefe eine Alternative zur Verabreichung von Antibiotika im Futter sein und über die Beeinflussung der Darmflora die Gesundheit von Nutztieren fördern und damit die Verwendung von Antibiotika reduzieren? Die Zellwand von Bierhefe der genannten Gattung enthält spezifische -Glucane, die die körpereigenen Abwehrmechanismen gegen Erreger aktivieren. Zusätzlich sind prebiotische Mannanoligosaccharide enthalten, die das Gleichgewicht innerhalb der Mikroflora des Darmes stabilisieren. Daneben ist bekannt, dass die Bierhefezelle Malucidin enthält, ein hefeeigener antibakteriellen Faktor, der die Hefezelle während der Fermentation vor Konkurrenten wie anderen Hefen (Candida/Torula) und bestimmten Mikroben wie Salmonellen schützt.

» Immunmodulation erklärt antimikrobielle Wirkung von Pflanzenextrakten
Kontroverse Verkaufs-Claims führen zu Informationsmangel

Der Markt der Phytogenen Zusatzstoffe ist in den späten 80er Jahren entstanden und hat einen Boom mit vielen neuen Anbietern ausgelöst. Traditionell preisen Anbieter von Zusatzstoffen die antimikrobielle Wirkungen ihrer phytogenen Mischungen als hauptsächliche Wirkungsweise an. Viele Jahre Forschung auf diesem Gebiet gestatten nun eine differenziertere Betrachtung der Wirkungsweise. Nur wenige engagierte Firmen waren in der Lage, die Wirkung von phytogenen Zusatzstoffen mit der Modulation des Immunsystems zu erklären. Kontroverse Verkaufs-Claims führen zu einem Mangel an konsistenter Information am Markt.

» Exklusive Promotion-Tour in Vietnam
Mischfutterwerke um Saigon haben Interesse an Caromic

Fütterungsantibiotika gehören in Asien noch zum Rationsalltag. Doch zunehmend machen sich Tierhalter und Futterlieferanten Gedanken, wie sie von diesen weltweit in der Kritik stehenden Hilfsmitteln wegkommen. Dabei sind ihnen Rohstoffe, die eine regulierende Wirkung auf die Verdauung haben, sehr willkommen. Auf einer Kundenrundreise der Euroduna Rohstoffe GmbH war das Interesse am tanninhaltigen Caromic sehr groß.
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