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Neubauten von Mischfutterwerken in Europa sind selten geworden. Technische Innovationen finden eher durch Ersatzinvestitionen oder die Implementierung innovativer Produktlinien statt. Doch auch bei den Betriebsmitteln können neue Wege beschritten werden, um Kosten einzusparen und darüber hinaus gestiegene Anforderungen an die Produktqualität gerecht zu werden, wie unser Beitrag zu keramischen Schmierstoffen zeigt. Ganz neue Wege können bei der Proteinversorgung beschritten werden, wenn das große Wachstumspotenzial von Insekten genutzt wird. Über die hierzu notwendige Technik informiert ein weiterer Beitrag.

» Innovative Betriebsstoffe in der Mischfutterproduktion
Neuer Stand der Technik nach FDA Norm CFR 178.3570

Betriebsstoffe haben einen großen Einfluss auf die Performance in der Mischfutterproduktion. Der Großteil an Schmierstoffen wird in der Pelletierung verbraucht. Da Pelletpressen überwiegend mit Verlustschmierung arbeiten, müssen die eingesetzten Schmierstoffe zwingend lebensmitteltauglich sein. Innovative Betriebsstoffe können Risiken minimieren und die Kosteneffizienz verbessern.


» Nachhaltiges Leben dank des Proteins aus Insekten
Insekten sorgen für Futtermittelsicherheit

Protein ist ein wesentlicher Bestandteil der Ernährung von Mensch und Tier und wird zudem fortwährend im Körper erzeugt und wieder aufgespalten. Um diesen Kreislauf aufrecht zu erhalten, müssen etwa 15 % des täglichen Energiebedarfs durch die Zunahme von Protein abgedeckt werden, das für die Bildung und den Erhalt der Körperzellen erforderlich ist. Protein ist nicht nur wichtig für die Basisernährung. Der weltweite Appetit auf Fleisch wächst stetig und die Produktion von Futtermitteln für Schlachttiere erfordert viel Land und Wasser. Um die aktuelle globale Bevölkerung zu ernähren, produziert die Landwirtschaft jährlich rund 525 Millionen Tonnen pflanzliches Protein in Form von Mais, Reis, Weizen oder Sojabohnen. Zwei Drittel davon wird an Tiere verfüttert, um Fleisch zu produzieren, während ungefähr 15 Prozent auf dem Weg vom Feld über den Supermarkt bis zum Kunden als Abfall verloren gehen.

» Bioaktive Peptide
Neuartige Stoffgruppe steigert biologische Kennzahlen

Die landwirtschaftliche Nutztierhaltung bewegt sich zunehmend im Spannungsfeld zwischen Verbraucherinteressen und betriebsinternen Optimierungsvorgängen. Forderungen nach einer tiergerechten, nachhaltigen und umweltschonenden Produktionsweise sind mit zunehmenden Restriktionen für Tierhalter verbunden. Diese wirken sich stagnierend bis abnehmend auf die Tierzahlen pro Betriebsstandort aus. Mit dem Ziel, die landwirtschaftlichen Einkommen sicherzustellen, gewinnt die optimale Ausnutzung der betrieblichen Produktionsfaktoren an Bedeutung.

» Handhabung des Salmonellenrisikos in der Futtermittelkette
Ist eine Harmonisierung der Vorschriften in der gesamten EU möglich?

Im Laufe der Zeit haben die EU-Mitgliedstaaten im Rahmen der nationalen Programme zur Salmonellenbekämpfung in der Tierhaltung jeweils ihre eigene Vorgehensweise beim Umgang mit dem Salmonellenrisiko in Futtermitteln entwickelt. Einige von ihnen machen klare Vorgaben hinsichtlich des Vorkommens von Salmonellen in auf den Markt gebrachten Produkten (Kriterien der Futtermittelsicherheit) oder hinsichtlich der Effizienz der Prozesse (Prozesshygienekriterien). In einigen Fällen sind diese mikrobiologischen Kriterien an vordefinierte Prozesse/Verfahren zur Verhütung der Kontamination oder zur Dekontamination gebunden. Solche Prozesse und Verfahren beinhalten die Beprobung bzw. Überwachung von Produkten bzw. der Ausstattung und/oder die chemische Behandlung von Produkten und/oder eine Wärmebehandlung.

» 160 Jahre Versuchsstation Weende
Rück- und Ausblicke zu Entwicklungen in der Tierernährungswissenschaft

Am 18.Juli des Jahres 1857 kam die Königlich Hannoversche Landwirtschafts-Gesellschaft in Hameln in Anwesenheit von König Georg V. von Hannover nach langwierigen Beratungen zum Beschluss, eine landwirtschaftliche Versuchsstation in Weende bei Göttingen zu errichten.
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