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Die Verbesserung des Gesundheitsstatus bei sparsamem Einsatz knapper Ressourcen steht im Zentrum der Forschungs- und Entwicklungsabteilungen der Futtermittelindustrie. Damit hat eine Erweiterung des ursprünglichen Fütterungsgedankens stattgefunden, der sich an der Bedarfsdeckung für Erhaltung und Leistung orientierte. Die Fütterung ist damit nicht auf den Kopf gestellt, ihr kommt aber eine noch größere Verantwortung für das Wohlergehen der Nutztiere und für die Schonung der Umwelt zu. Mit immer weniger immer höhere Leistungen bei bester Gesundheit zu erfüttern, ist die Richtschnur in der modernen Nutztierhaltung.
» Gesundheit beginnt im Darm
Gesteigerte Produktivität der Sau durch den Einsatz von Probiotika

Die Produktivität der Sau ist einer der wichtigsten Faktoren für eine erfolgreiche und wirtschaftliche Ferkelproduktion. Darüber hinaus sollten ebenfalls die Wurfgröße und die Saugferkelsterblichkeit, Reproduktionsparameter, Futteraufnahme und die Remontierungsrate für eine ganzheitliche Bewertung berücksichtigt werden. Langlebigkeit, Körperkondition und Reproduktionsleistung sind stark voneinander abhängig. Sauen mit einem geringeren Gewichtsverlust während der ersten Laktation haben folglich größere Würfe im nachfolgenden Reproduktionszyklus und eine geringere Anzahl an Güsttagen.

» Kupfer in der Tierernährung
Die neuartige, hoch wirksame Kupferquelle CoRouge

Bereits vor Jahrzehnten leiteten die EU-Behörden die Reduktion der Kupfergehalte im Tierfutter, insbesondere bei Schweinemischfutter, ein. Im Jahr 1982 kam der Wissenschaftliche Ausschuss für Tierernährung (SCAN) zu dem Schluss, dass der Höchstgehalt an Gesamtkupfer nicht mehr als 125 mg / kg Alleinfuttermittel für Ferkel und Schweine betragen sollte. Die Erkenntnis, dass ein erhöhter Kupfereinsatz die Resistenzbildung von Bakterien fördert, spielte eine wichtige Rolle bei der Begrenzung. Bis Anfang der 2000er Jahre wurde aus diesem Grunde die Tierproduktionsdichte berücksichtigt, um das Risiko einer Kupferbelastung in bestandsdichten Regionen zu beurteilen. Ebenso wurde der Einsatz von leistungsfördernden Kupfergaben auf die ersten Lebenswochen beschränkt. Abbildung 1 zeigt diesen Effekt von hohen Kupfergehalten auf die Leistung von Ferkel. Hierbei wird deutlich, dass, je früher diese Gabe erfolgt, desto effektiver die Wirkungsweise des Kupfers ist.

» Lipase sorgt für bessere Wachstumseffizienz
Neuartige Lipase optimiert die Absorption von Öl aus Geflügel-Rationen

Das Ziel dieses Experiments war der Vergleich der Wachstumsleistung über 42 Tage von Mastgeflügel, das eine herkömmliche Mais-Sojaschrot-Ration erhielt, mit der von Mastgeflügel, das eine Ration gefüttert bekam, die 70-100kcal/kg weniger Energie und dafür 100ppm Lipase enthielt. Die Versuchsergebnisse zeigten, dass der Einsatz von 100ppm Lipase in der Ration wachsender Masthähnchen es möglich macht, durch niedrigeren Einsatz von Palmöl 70kcal/kg im Starterfutter und 100kcal/kg im Mastfutter einzusparen und dennoch das Wachstum der Tiere zu erhalten.
Literaturverzeichnis

» Die Energiebewertung von Schweinefutter
Vorschläge für die Umrechnung der umsetzbaren Energie in die Nettoenergie

Mit Inkrafttreten der neuen Düngeverordnung erhöhen sich die Anforderungen an eine Stickstoff- und Phosphorabsenkung im Schweinefutter deutlich. Die Futteroptimierung unter Verwendung von standardisiert ileal verdaulichen Aminosäuren und verdaulichem Phosphor trägt dazu bei, die N- und P-Ausscheidungen zu verringern. Der Fokus der Futteroptimierung verschiebt sich somit von der eigentlichen Futterzusammensetzung mehr und mehr zum Effekt des Futters im Tier. Das hat auch Konsequenzen für die Energiebewertung. Die energetische Futterbewertung basierend auf der umsetzbaren Energie (ME) beschreibt das Potential an Energie, welches nach der Verdauung der Nährstoffe für den Stoffwechsel zur Verfügung steht. Für welche Leistung diese Energie benötigt wird, ist dabei zweitrangig. Etwa 25% der ME gehen als Wärme bei deren Verwertung für das Wachstum oder die Reproduktion verloren.
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