FeedMagazine

Die Verfütterung von Rückständen aus der Bioethanolproduktion nimmt in dieser Ausgabe einen breiten Raum ein. Das günstige Futtermittel DDGS stellt besondere Anforderungen an die Gestaltung der Ration. Denn die proteinreiche Masse kommt nicht in so einer einheitlichen Zusammensetzung aus den Werken, wie angenommen werden könnte. Tabellenwerte sind also unzureichend, wenn die Trockenschlempe zu einer vollwertigen Ration aufgewertet werden soll.

» Aufgaben der Efsa
Unabhängige Behörde als Ergebnis von Lebensmittelkrisen

In den vergangenen Jahren wurde wiederholt in Vorträgen und Veröffentlichungen der Begriff Efsa erwähnt, vor allem wenn es um Grenzwerte in Futtermitteln ging und wenn dieses oder jenes Futtermittel neu auf dem europäischen Markt eingeführt wurde oder werden sollte. Daraus resultierten für viele Zuhörer und Leser Fragen, wie beispielsweise: Efsa - Was ist das? Was verbirgt sich dahinter und was sind die Aufgaben? Im Beitrag soll versucht werden, die Aufgaben der Efsa etwas zu beleuchten.


» Der richtige Umgang mit einer mikrobiologischen Screeningmethode
Mikrobiologisches Verfahren zum Nachweis von antimikrobiell wirksamen Substanzen in Futtermitteln - (VDLUFA-Methode 28.4.1)

Die Erarbeitung von Multimethoden für die Analyse von Antibiotika ist nicht zu unterschätzen. Ihre uneinheitlichen chemischen Strukturen und physikalischen Eigenschaften machen es schwierig, optimale Extraktionsmittel, einheitliche Aufarbeitungsschritte und umfassende Detektionsverfahren zu entwickeln und in einer einfachen Methodenvorschrift zu bündeln. Die Vielfalt an Futtermittelarten, ihren oft komplexen Zusammensetzungen und den dadurch hervorgerufenen Matrixeffekten sowie der Ruf nach immer niedrigeren Nachweisgrenzen machen die Aufgabe nicht einfacher.


» Quantitative Bestimmung probiotischer Futterzusatzstoffe
Vergleich europäischer Methoden (EN-Standards) mit VDLUFA-Methoden

Der Arbeitskreis Futtermittelmikrobiologie der FG VI des VDLUFA hat in den vergangenen zehn Jahren insgesamt sechs VDLUFA-Methoden zum quantitativen Nachweis verschiedener probiotischer Futterzusatzstoffe entwickelt, die in Deutschland hohe Akzeptanz haben. Die Methoden wurden allesamt für die Matrices Zusatzstoff, Mineralfuttermittel, Vormischung und Mischfuttermittel (mehlförmig und pelletiert), einschließlich Milchaustauscher, in insgesamt 39 Ringversuchen validiert. Sie sind im Methodenbuch Band III des VDLUFA, Kapitel 28.2 veröffentlicht und werden in der 8. Ergänzungslieferung zum Methodenbuch in redaktionell überarbeiteter Fassung erscheinen.


» Die Verwendung von Nebenprodukten aus der Erzeugung von Bioethanol
Lysinbedarf monogastrischer Tiere erfüllen

50 bis 70 Prozent der Produktionskosten in der Tierhaltung machen die Futterkosten aus. Die kostenintensivsten Komponenten dabei sind die Energie- und Proteinträger. Die Tierernährer stehen auf Grund steigender Preise wegen einer engeren Angebots-Nachfragesituation vor Herausforderungen. Die Produktion von Biotreibstoffen konkurriert immer mehr mit der Lebensmittel- und Futterproduktion um die Verwendung von Getreide und Ölsaaten. Andererseits hat die wachsende Biotreibstoffproduktion ein höheres Angebot an Nebenprodukten wie Trockenschlempen mit löslichen Rückständen und Rapsschrot, die ihren Weg ins Tierfutter finden, zu Folge.


» Nachhaltigkeit der Futtermittelproduktion sichern
Warum sich auch der Futtermittelsektor zertifizieren lassen sollte

Die weltweite Nachfrage nach Agrarrohstoffen wächst. Neben der verstärkten Nachfrage für die Nahrungs- und Futtermittelproduktion stellt Biomasse heute auch eine der wichtigsten Quellen für erneuerbare Energien dar. Biomasse ist für die künftige Energieversorgung eine wichtige Alternative zu fossilen Brennstoffen und zur Kernenergie.


» Kann Soja nachhaltig produziert werden?
Glaubwürdigkeit hängt an Zertifikaten

In dem Maße wie die Besorgnisse über die Auswirkungen der Sojaproduktion zugenommen haben, ist auch der Begriff der Nachhaltigkeit zu einem Schlagwort im Nahrungsmittel- und Futtermittelbereich geworden. Richteten sich diese Besorgnisse ursprünglich auf die mit der Ausweitung von Sojaanbauflächen einhergehenden Zerstörung von Wäldern und anderen Ökosystemen, so haben sie sich rasch auch auf soziale Missstände erstreckt, wie etwa die Vertreibung von Kleinbauern und auch die Problematik des genveränderten Soja.

Literaturverzeichnis
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