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Die Bedeutung einer leistungsfähigen, gesunden Verdauung bei Nutztieren tritt immer weiter in den Mittelpunkt für Tierhalter und Futtermittelanbieter. Zahllose Futtermittelzusatzstoffe unterschiedlichster Charakteristik und Stoffgruppen werden mit dem Argument, die Darmgesundheit zu unterstützen, angeboten. Damit haben sie in der Nutztierfütterung schon längst die Rolle der früher als unersetzlich geltenden Fütterungsantibiotika eingenommen. Zunehmend wird jedoch auch die Eigenschaft, therapeutischen oder zumindest prophylaktischen Einsatz von Antibiotika zu ersetzen, hervorgehoben, womit man sich auf futtermittelrechtlich dünnes Eis an der Grenze zu Arzneifuttern begibt. Verzögerungen bei der Neugestaltung des Tierarzneimittelrechts und der Regeln für Diätfuttermittel begünstigen jedoch diese Vorgehensweise. Schließlich sind gesunde Tiere das Herzstück der Nutztierhaltung. Werkzeuge, welche die Gesunderhaltung insbesondere des Verdauungstraktes erleichtern, sollten daher wegen schwammiger Rechtslage nicht hinterm Berg gehalten werden.

» Sicherheit beginnt an der Spitze der Pyramide
Dynamik im Bereich der Futtermittelsicherheit treibt gemeinsame Anstrengungen voran

Futtermittelsicherheit ist ein vorwettbewerblicher, nicht-verhandelbarer Bestandteil der Mischfutterherstellung. Laut Fefac-Präsident Ruud Tijssens befasst sich die Branche weiterhin unermüdlich mit diesem Thema und hat erst kürzlich ihre Vision eines Futtermittelsicherheitsmanagements neu gestaltet: „Futtermittelsicherheit liegt uns im Blut“.

» Lecithin: Bedeutung und Einsatz in der Tierernährung
Hintergründe und Trends

Lecithin ist die Basis für innovative Produkte mit wichtigen leistungsfördernden Eigenschaften in der Tierernährung. Die Rohstoffsituation der aus der Sojabohne, Raps- oder Sonnenblumensaat gewonnenen Phospholipid-Komplexe ist von starker Bedeutung für den Einsatz, Verfügbarkeit und Kosten.

» Sojaproteinkonzentrat für Milchaustauscher und eine ausgewogene Jungtierernährung
Herkünfte sorgfältig auswählen

Seit den 1960er Jahren wird Soja in Form von Sojamehl und Sojaschrot in Schweine- und Geflügelfutter eingesetzt. Neben der GVO-Thematik liegt bei Sojaprodukten ein entscheidender Fokus auf dem Nährstoffprofil und der biologischen Proteinverdaulichkeit. Getoastete Sojaprodukte weisen eine geringere Verdaulichkeit als Sojaproteinkonzentrat (SPC) auf. Durch das mehrstufige Herstellungsverfahren erhöht sich der Proteingehalt in SPC und gleichzeitig wird die Verdaulichkeit verbessert. Bereits in den 1980er Jahren wurde SPC in Milchaustauscherrezepturen zum festen Bestandteil und in den 1990er Jahren erlangte es zunehmende Bedeutung auch in der Ernährung von Jungferkeln.

Leider ist uns ein Fehler im gedruckten Artikel unterlaufen. Die korrekte E-Mailadresse der Autorin lautet: sh@noack-deutschland.de

» Sekundäre Pflanzenstoffe zur Reduktion des Antibiotika-Einsatzes?
In Vitro Versuche geben guten Grund zur Hoffnung

“Ohne prompte, koordinierte Aktionen mehrerer Interessengruppen läuft die Welt auf eine Post-Antibiotika-Phase zu, in der normale Infektionen und kleine Verletzungen, die seit Jahrzehnten behandelbar sind, wieder tödlich sein können. Effektive Antibiotika ermöglichen, länger und gesünder zu leben und von der modernen Medizin zu profitieren. Wenn wir uns nicht stärker bemühen, Infektionen zu vermeiden und endlich ein Sinneswandel in Produktion, Verschreibung und Gebrauch von Antibiotika stattfindet, wird die Welt immer mehr dieser Substanzen nicht mehr nutzen können und die Folgen wären verheerend.“ Dies ist die Aussage von Dr Keiji Fukuda, WHO’s Assistant Director-General for Health Security im WHO-Report vom April 2014 .


» Entzündung – ein Maßstab für Wachstum und Leistung
Energieverluste vermeiden

Entzündungen im Magen-Darm-Trakt sind eine häufige Ursache für geringere Leistungen in der tierischen Produktion. Wohlbefinden der Tiere als auch wirtschaftliche Verluste haben Entzündungsprozesse und -reaktionen in den Vordergrund von Wissenschaft und Forschung gerückt. Studien haben gezeigt, dass präzise formulierte phytogene Futtermittelzusatzstoffe den Verdauungstrakt unterstützen können.

» Zeit für Veränderung – Zinc different!
Neue Wege in der Zinkversorgung von Ferkeln

Wann haben sie zuletzt ein frisch abgesetztes Ferkel mit Durchfall gesehen? Keine Frage, so einem Tier muss geholfen werden. Und zwar präventiv! Vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussionen um das Thema „multiresistente Keime“ sollte eine vorbeugende Behandlung natürlich nicht mit antimikrobiellen Stoffen durchgeführt werden. Auch der Einsatz hoher Mengen Zinkoxid im Futter verbietet sich auf Grund der umweltschädlichen Effekte. Aber welche Möglichkeiten gibt es dann?

» Durchbruch bei der Milchkuhfütterung in Stressperioden
Polyphenole regulieren den oxidativen Stress

Milchkühe sind Hochleistungssportler: Sie geben – je nach Rasse und Intensität der Haltung – bis zu 50 kg Milch pro Tag. In Spitzenbetrieben erreichen sie mittlerweile eine Gesamtleistung von 12000 kg im Jahr. Zum Vergleich: 1990 lag die durchschnittliche Milchleistung je Kuh und Jahr noch bei 4400 kg. Um diese Leistung erzielen zu können, müssen die Tiere vor allem gesund sein. Am besten natürlich immer – aber ganz besonders zum Zeitpunkt der Kalbung und in den Wochen danach. In diesem Zeitraum stellt sich der Stoffwechsel der Kuh um: Die Milchleistung steigt innerhalb von 30 Tagen von null auf 30 bis 40 kg täglich. Neben Zucht und Haltung spielt hierbei die Fütterung eine entscheidende Rolle.
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