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Unter Spezialfuttermittel fassen wir all jene Produkte der Futtermittelindustrie zusammen, die dafür entwickelt wurden, besondere Situationen in der Tierhaltung zu erleichtern. Klassiker sind dabei Jungtierfutter, für die in dieser Ausgabe stellvertretend Ferkelfutter behandelt werden, bei denen es durch geeignete Maßnahmen möglich ist, Formulierungsbeschränkungen zu durchbrechen und mehr funktionelle Nährstoffe einzumischen. Aber auch Futtermittel, die für besondere Vermarktungskanäle produziert werden, gehören zu den Spezialfuttermitteln, beispielsweise Futtermittel, die für Tiere formuliert werden, von denen Produkte gewonnen werden, die das Siegel „ohne Gentechnik“ tragen sollen. Zunehmend werden Futter gefragt, die dazu beitragen, weniger vom Tierarzt verschriebene Antibiotika zu benötigen. Wir berichten über den Hemmeffekt mittelkettiger Fettsäuren auf grampositive Bakterien.

» GVO-kennzeichnungsfreie Futtermittel für Lebensmittel „ohne Gentechnik“ Expertengespräch mit Alexander Hissting und Birgit Maier-Stein

Auf vielen Lebensmitteln prangt inzwischen die grüne Raute mit dem Schriftzug „Ohne Gentechnik“. Das Siegel wird vom Verband Lebensmittel ohne Gentechnik e. V. im Auftrag des Bundeslandwirtschaftsministeriums vergeben. Für Produkte tierischer Herkunft müssen dabei GVO-kennzeichnungsfreie Futtermittel eingesetzt werden. In einem Gespräch mit Alexander Hissting, Geschäftsführer im Verband Lebensmittel ohne Gentechnik e. V. (VLOG), Berlin, und Birgit Maier-Stein, Fachreferentin für Qualitätsmanagement, Gentechnik, Veterinärrecht und Export beim Deutschen Verband Tiernahrung e. V. (DVT), Bonn, sollen Fragen zu den Hintergründen geklärt werden. » Mittelkettige Fettsäuren können grampositive Bakterien hemmen Reduzierter Antibiotikaeinsatz bei gleichzeitig verbesserter Tiergesundheit Die Verabreichung von Antibiotika an landwirtschaftliche Nutztiere soll immer weiter verringert werden. Ziel des gesetzlich verankerten Minimierungskonzeptes ist eine dauerhafte Reduzierung des Antibiotikaeinsatzes in der Nutztierhaltung. Viele Betriebe suchen daher besonders im Bereich der Futtermittelzusätze nach Alternativen, um dieses Ziel zu erreichen. Besonders mittelkettige Fettsäuren und ihre Derivate sind bekannt für ihre ausgeprägten antibakteriellen Effekte gegen grampositive Bakterien. Synergistische Effekte können jedoch nur durch eine gezielte Kombination der Wirkstoffe erzielt werden. Dies belegt eine aktuelle Studie, in der der Einfluss verschiedener mittelkettiger Fettsäuren auf das Wachstum von schweinespezifischen pathogenen Keimen in vitro untersucht wurde.

» Mittelkettige Fettsäuren können grampositive Bakterien hemmen
Reduzierter Antibiotikaeinsatz bei gleichzeitig verbesserter Tiergesundheit

Die Verabreichung von Antibiotika an landwirtschaftliche Nutztiere soll immer weiter verringert werden. Ziel des gesetzlich verankerten Minimierungskonzeptes ist eine dauerhafte Reduzierung des Antibiotikaeinsatzes in der Nutztierhaltung. Viele Betriebe suchen daher besonders im Bereich der Futtermittelzusätze nach Alternativen, um dieses Ziel zu erreichen. Besonders mittelkettige Fettsäuren und ihre Derivate sind bekannt für ihre ausgeprägten antibakteriellen Effekte gegen grampositive Bakterien. Synergistische Effekte können jedoch nur durch eine gezielte Kombination der Wirkstoffe erzielt werden. Dies belegt eine aktuelle Studie, in der der Einfluss verschiedener mittelkettiger Fettsäuren auf das Wachstum von schweinespezifischen pathogenen Keimen in vitro untersucht wurde.
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» Nährwert von Probiotika
Kompensation reduzierter Energie- und Aminosäurengehalte

Der Wissensfortschritt hinsichtlich der Zusammensetzung und Wirkung von Rohstoffen für Futtermittel stellt einen weiteren Schritt in Richtung nachhaltige und effiziente tierische Erzeugung dar. Der Einsatz neuer Inhaltsstoffe ermöglicht darüber hinaus, Rohstoffe zu ersetzen, die bisher die Rezepturen „behindert“ haben. Auf der anderen Seite entspricht die Verdaulichkeit dieser neuen Alternativen nicht derjenigen konventioneller Produkte, wodurch der Einsatz einer Reihe neuer Zusatzstoffe erforderlich ist, um das volle Potenzial dieser neuen Ernährung freizusetzen.
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» Verdaulichkeit
Bindeglied zwischen Darm, Gesundheit und Leistung

Futter ist der Hauptkostenfaktor in der tierischen Erzeugung. Somit stellt eine effiziente Futterverwertung die Grundlage für eine wirtschaftliche und nachhaltige Tierproduktion dar. Die Futterverwertung wird maßgeblich durch die Verdaulichkeit bestimmt und steht in engem Zusammenhang mit der Darmgesundheit. Denn nur ein gesundes Tier bringt Höchstleistungen. Darmgesundheit ist bei Weitem nicht der einzige Einflussfaktor auf Verdaulichkeit und Futterverwertung. Ein gesunder, funktionstüchtiger Verdauungstrakt ist jedoch eine Grundvoraussetzung für die effiziente Umsetzung von Futter in Leistung.

» Großartiger Start für die VIV MEA 2016
Erfolgreiche Messe in Abu Dhabi/VAE

Die erste Ausgabe der Messe VIV Middle East and Africa hat die Erwartungen weit übertroffen und ist ihrer Rolle als neue regionale VIV-Fachmesse für die Geflügel-, Milchvieh- und Aquakulturbranche im Mittleren Osten und in Afrika bis in die Türkei, den Iran und die Länder Süd-Zentralasiens gerecht geworden. Die Auftaktveranstaltung der VIV MEA fand vom 15. bis 17. Februar 2016 im Abu Dhabi National Exhibition Centre statt und verzeichnete eine geprüfte Besucherzahl von 6336 Menschen aus 109 Ländern sowie mehr als 279 ausstellende Unternehmen.

» Mehr Platz im Ferkelfutter
Formulierungsbeschränkungen durchbrechen

Die Verwendung von organischen Säuren im Ferkelfutter ist heutzutage Routine. Dennoch nehmen hohe Gehalte an organischen Säuren bei der Futterformulierung eine Menge Platz ein und können zu einem leicht säuerlichen Geschmack des Schweinefutters führen. Hinzu kommt, dass die organischen Säuren in der Ration viel Platz einnehmen, der besser genutzt werden könnte. Eine Reduktion des Säureanteils würde zu einer besseren Schmackhaftigkeit des Futters führen. Ein Teil der organischen Säuren kann durch einen neuen, wirksameren Futterzusatz ersetzen werden. Dieser schafft Platz in der Rezeptur, um den Bedarf der Tiere zu optimieren.

» Wettbewerbsvorteile durch agile Ernährungskonzepte
Wie die Branche mit den sich wandelnden Herausforderungen umgehen kann

Der Wettbewerb in der Produktion von tierischem Eiweiß nimmt rapide zu, was die globale Verfügbarkeit von Ressourcen angeht sowie die Fähigkeit, die Ansprüche der Verbraucher an die Qualität und ihre Erwartungen daran, wie Tiere gehalten werden, zu erfüllen. Die Produzenten in der EU haben es in diesem wettbewerbsintensiven Umfeld bereits jetzt nicht leicht. Agile Ernährungskonzepte bieten einen neuen Ansatz in der Tierernährung und einen Wettbewerbsvorteil für die sichere und effiziente Produktion von tierischem Eiweiß von Schweinen und Geflügel.
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