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»Pflanzenstoffe und Extrakte in der Tierernährung
Gleich und doch anders!

Es ist weithin bekannt, dass bestimmte Pflanzen oder Pflanzenteile positive Effekte auf das Wohlbefinden und die Leistung von Tieren haben können. Dies kann rein aromatisch bedingt sein (Vanille), sodass der Geschmack von Futter und Wasser für die Tiere attraktiver wird. Darüber hinaus sind es aber vor allem die in den Pflanzen enthaltenen phytogenen Wirkstoffe, welche einen direkten Effekt auf beispielsweise die Darmgesundheit (Oregano) oder die Atemwege (Thymian, Minze) zeigen.

»Die Herausforderungen der Transitperiode
Die Bedeutung von Methylgruppen-Lieferanten

Eine der schwierigsten Phasen im Leben von Milchkühen ist der Übergang von der Trockenstehperiode zur Laktation. In dieser als „Übergangsphase“ bezeichneten Zeit stehen die Tiere vor einer radikalen Stoffwechselumstellung, um den enormen Energiebedarf infolge steigender Milchproduktion zu decken. Die daraus resultierende unvermeidbare negative Energiebilanz setzt die Kühe einem erhöhten Risiko für metabolische Syndrome und Erkrankungen aus.

»Neuer phytogener Aktivkomplex
Leistungssteigerung bei Broilern von Anfang an

Naturstoffe, bekannt als „Phytogenics“ oder „Nutraceuticals“, standen in den vergangenen Jahren im Fokus mehrerer Studien bei Tieren. Phytogene sind eine Gruppe von natürlichen Bioaktivstoffen, die aus Pflanzen stammen und aus Kräutern, Gewürzen, Früchten oder anderen Pflanzenteilen aufbereitet werden. Es wird berichtet, dass diese pflanzlichen Naturstoffe eine breite Palette von Aktivitäten haben, einschließlich der Stimulation der Futteraufnahme, leistungssteigernder Wirkungen, Verbesserung des Mikrobioms im Darm, antioxidativer Aktivität und immunmodulierenden Wirkungen.

»Kalk: günstiger oder teurer Rohstoff in der Tierernährung?
Feinheit und Herkunft machen den Unterschied

Die Bedeutung von Calcium und Phosphor für die Knochenentwicklung und -stärke ist hinreichend bekannt. Obwohl der Löwenanteil beider Mineralien in den Knochen vorkommt, sind sie in den Muskeln für die korrekte Funktionsweise und Energieverwertung ebenso wichtig. Der Phosphor stammt entweder aus anorganischen Quellen (Mono- oder Di-Calciumphosphate) oder aus Rohstoffen wie Getreide, deren Nebenprodukten oder Ölsaaten. Phosphor aus diesen Rohwaren ist hauptsächlich als Phytatphosphor gebunden. Das Phytat bleibt im oberen Gastrointestinaltrakt (GIT) unverdaut, wo es sich sowohl mit Aminosäuren (wie Lysin, Methionin und Threonin) als auch mit Mineralien wie Calcium, Eisen, Zink, usw. verbinden kann. Sobald Phytat an andere Nährstoffe gebunden ist, wird es noch weniger verdaulich.

»Verbesserung der Robustheit und Produktivität
Hochleistende Sauen unter Stressbedingungen

Die Verwendung von Performance-Spurenmineralien zur Stärkung des Immunsystems von Sauen, die zu einem geringeren oxidativen Stress, einer geringeren Mobilisierung von Körperreserven, einer erhöhten Futteraufnahme und letztlich zu robusteren Sauen und Ferkeln führt, kann Schweineproduzenten helfen, die mit Hitzestress verbundenen Verluste zu verringern. Der Einsatz von Lösungen zur Kontrolle von Hitzestress wird immer wichtiger, da moderne Sauen aufgrund ihrer höheren Stoffwechselaktivität mehr Wärme produzieren.

»Gemeinsamkeiten machen Anbieter stark
Veränderungsdruck zwingt zum Handeln – Strategien der Mischfutterhersteller sind vielfältig

Die Tierhaltung wird kritisch beäugt. Die Anforderungen nehmen zu und eine Verringerung des Fleischkonsums wird vielfach gefordert. Das setzt nicht nur Tierhalter unter Druck, sondern fordert auch die Mischfutterindustrie heraus, die Unternehmensstrategie neu zu justieren.

»Eine neue Anlage zur Deckung des Marktbedarfs
Nor-Feed erweitert die Produktionskapazität

Das französische Unternehmen Nor-Feed mit Sitz in Chemillé/F produziert pflanzliche Extrakte für die Futtermittelindustrie. Die Produkte stärken die Tiergesundheit und stabilisieren die Produktivität. Wir haben die beiden Geschäftsführer Olivier Clech und Pierre Chicoteau zur neuen Produktionsstätte befragt.

»Nachhaltigkeit als Unternehmensziel definiert
Schritte detailliert strukturiert

In den aktuellen gesellschaftspolitischen Diskussionen hat der Aspekt Nachhaltigkeit gerade mit Blick auf Klima- und Umweltschutz in den vergangenen Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen. Dies resultiert in Nachfragen von Konsumenten und den zwischengelagerten Stufen der Lebensmittelkette nach einer Bewertung von Produktionsverfahren anhand von Nachhaltigkeitskriterien. Dadurch ist auch die Landwirtschaft und die Nutztierhaltung gefordert ihre Verfahren entsprechend zu bewerten und über die Lebensmittelkette auch wiederum die vorgelagerten Sektoren wie Futtermittelproduktion und Futterzusatzstofflieferanten. DSM Nutritional Products als globaler Hersteller und Lieferant von Futterzusatzstoffen und Vormischungen hat daher Nachhaltigkeit als sein primäres Unternehmensziel für den Bereich Tierernährung und -gesundheit definiert.
»Qualität schlägt Quantität
Faserversorgung für Sauen

Schweine werden auf Basis verfügbarer Energie und verdaulicher Nährstoffe gefüttert, um den Bedarf in ökonomischer Weise zu decken. In der Vergangenheit wurde Faser vor allem bei tragenden Sauen als vorteilhaft angesehen. Die Futtervorlage kann gesteigert werden, ohne dass die Tiere verfetten; eine gewisse Sättigung trotz restriktiver Fütterung ist möglich und das Auftreten von Verstopfungen im geburtsnahen Zeitraum kann vermindert werden. Seit einiger Zeit wird das Tierwohl verstärkt in den Fokus gerückt, zu dem Faserfuttermittel als Beschäftigungsfuttermittel oder Beschäftigungsmaterial einen wertvollen Beitrag leisten können.

»Landwirtschaftliche Produktion ohne Tierhaltung?
Aspekte der Nachhaltigkeit

Peter Radewahn, Geschäftsführer des Deutschen Verbandes Tiernahrung (DVT) und langjähriger Herausgeber FeedMagazine/Kraftfutter, und Prof. Wilhelm Windisch, Ordinarius für Tierernährung an der Technischen Universität München, Lehrstuhl für Tierernährung, diskutierten kürzlich im 2. Herausgebergespräch von FeedMagazine/Kraftfutter Aspekte der Nachhaltigkeit einer landwirtschaftlichen Produktion ohne Tierhaltung. Ein Großteil der pflanzlich angebauten und erzeugten Lebensmittel ist für Menschen nicht essbar. Diese Menge enthält jedoch sehr viele Nährstoffe, unter anderem Stickstoff und Phosphor. Um diese sinnvoll für den Pflanzenbau wiederverwerten zu können, ist die Verfütterung an Tiere und damit die Tierhaltung sinnvoll. Eine Ernährung ohne tierische Produkte ist weder nachhaltig noch klimaneutral.

»Erhöhung des Bedarfs an Methyldonatoren
Guanidinoessigsäure in der Ration verändert den Stoffwechsel

Kreatin wird für die Energiehomöostase im Muskelgewebe benötigt. Kreatin bewahrt ATP-Energie in Form von Kreatinphosphat, einer Verbindung, die ihre Energie freisetzt, wenn eine unmittelbare grundlegende Energiequelle wie ATP benötigt wird. So würde beispielsweise bei Kampf oder Flucht bei wilden Tieren oder bei intensivem aerobem Training das freie ATP nicht ausreichen, um den unmittelbaren Energiebedarf zu decken. Daher würde Kreatinphosphat seine Energie freisetzen, um einen solchen plötzlichen Energiebedarf zu decken.
Literaturverzeichnis
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