Derzeit sind fünf Millionen Jugendliche zwischen 15 und 24 Jahren in Europa arbeitslos. Der künftige EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker spricht auf dem EU-Beschäftigungsgipfel von einem quasi 29. Mitgliedstaat der EU, dem der „jungen Arbeitslosen“. Dies gelte es zu verhindern.

Deshalb treffen sich die Staat- und Regierungschefs, um Lösungen zum Jugendarbeitslosigkeit zu finden, besonders in den schwer betroffenen südeuropäischen Ländern.

In den kommenden zwei Jahren sollen 6 Mrd. € in die Verbesserung der Ausbildung in den Problemregionen gesteckt werden. Weitere 60 Mrd. € aus EU-Spezialfonds und von der Europäischen Investitionsbank sollen genutzt werden, um Trainingsprogramme zu erstellen und um kleine Betriebe zu fördern, damit diese mehr Lehrlinge einstellen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel schlägt zusätzlich vor, das deutsche Konzept der „dualen Betriebsausbildung“ in andere EU-Länder zu exportieren. Für jedes Land müsss allerdings eine individuelle Strategie konzipiert werden. Dazu sitzen dann noch die Chefs der nationalen Arbeitsagenturen und die jeweiligen Fachminister zusammen. (az)
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