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Die Messung der Konzentration der Stickstoffverbindungen ist ein sehr aufwändiges chemisches Verfahren. Wissenschaftler am Thünen-Institut für Agrarklimaschutz in Braunschweig haben nun einen methodischen Durchbruch erzielt.

Mit dem am Institut optimierten Tranc-Konverter (Total Reactive Atmospheric Nitrogen Converter) ist es möglich, die Gesamtheit aller reaktiven Stickstoffverbindungen kontinuierlich zu messen. Im Tranc werden sämtliche Stickstoffverbindungen aus der Luft zu Stickstoffmonoxid (NO) umgewandelt und anschließend bestimmt. Auf diese Weise kann der Netto-Austausch aller reaktionsfreudigen Stickstoffverbindungen zwischen Boden und Luft im Halbstundentakt gemessen werden.

Die Arbeit der Nachwuchs-Forschergruppe Nitrosphere am Thünen-Institut wird vom Forschungsministerium unterstützt. Sie hilft, den Zusammenhang zwischen Ökosystemen und Atmosphäre besser zu verstehen. Ein Ansatz, der nicht nur Klimaforscher interessiert – der Kreislauf dieser gasförmigen Verbindungen beeinflusst auch die Produktivität von Agrarflächen. (hed)
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