Für eine erfolgreiche Zukunft der agrarwissenschaftlichen Ausbildung ist es nach Auffassung des DBV erforderlich, dass die akademische Lehre möglichst eng mit der landwirtschaftlichen Praxis verzahnt wird. Der Praxisbezug im agrarwissenschaftlichen Studium sei besonders wichtig, damit sich Studenten rasch in den Beruf einfädeln können. Die Hochschulen sollen dies für Bachelor- und Masterstudiengänge gewährleisten.

Wer Agrarwissenschaften studiert, soll nicht nur fachlich, sondern auch methodisch-didaktisch ausgebildet werden, sowie in persönlich-soziale Kompetenzen geschult sein. Zuletzt studierten 47.766 Studierende den Agrar-, Forst- und Ernährungswissenschaften in Deutschland.

Des Weiteren fordert der DBV eine stärkere internationale Ausrichtung des deutschen Hochschulsystems sowie die Möglichkeit der Anerkennung beruflicher Qualifikationen. Auch duale Studiengänge werden vom DBV begrüßt.

Die Hochschulstandorte sollen möglichst nachhaltig gesichert werden und die Agrarwissenschaft muss als eigenständige Lehr- und Forschungsdisziplin gestärkt werden. Sie integriert Biowissenschaften, Technik- und Ingenieurwissenschaften sowie Wirtschafts- und Sozialwissenschaften.

Ein aktueller, kontinuierlicher Wissen- und Innovationstransfer aus der Agrarforschung über die agrarwissenschaftliche Lehre in die Praxis und auch umgekehrt aus der Praxis in die Lehre und Forschung bleibt oberstes Gebot, formuliert der DBV in dem Positionspapier zur agrarwissenschaftlichen Ausbildung.
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