Wie entwickelt sich das Bildungswesen in Deutschland? Am Donnerstag haben das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), die Kultusministerkonferenz (KMK) gemeinsam mit dem Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) den Bildungsbericht 2016 vorgestellt.

Die Ausgaben für Bildung, Forschung und Wissenschaft sind in den vergangenen Jahren gestiegen: im Jahr 2013 auf 257,4 Mrd. € und nach vorläufigen Berechnungen auf 265,5 Mrd. € im Jahr 2014 (jeweils 9,1 Prozent des BIP). Die Ausgaben je Schüler sind von 4.900 € (2005) auf 6.500 € im Jahr 2013 gestiegen.

Ebenso habe sich der Bildungsstand der Bevölkerung deutlich verbessert: Bei den Abschluss- und Abgängerquoten an Schulen bleibt der Trend zu höheren Schulabschlüssen ungebrochen. 2014 erhielten 41 Prozent an allgemeinbildenden und beruflichen Schulen die allgemeine Hochschulreife, 2006 waren es noch 29,6 Prozent der gleichaltrigen Bevölkerung. Der Anteil der Schüler ohne Hauptschulabschluss hat sich von 8 Prozent 2006 auf 5,8 Prozent 2014 reduziert.

Die Studienanfängerquote hingegen zeigt den gleichen Trend wie zuvor: Sie liegt nach vorläufigen Berechnungen 2015 erneut bei 58 Prozent, wobei auch ausländische Studierende dazugezählt werden.

Seit 2000 hat sich der Anteil der Studienanfänger des Dritten Bildungswegs mehr als vervierfacht (2014: 3,5 Prozent). Der Anteil zulassungsbeschränkter Studiengänge ist gegenüber den Vorjahren leicht gesunken. Zwei Drittel der Masterstudiengänge werden ohne örtliche Zulassungsbeschränkung angeboten.

Die Gesamtteilnahmequote an Weiterbildung ist auf 51 Prozent angestiegen, vor allem bedingt durch die betriebliche Weiterbildung. (az)
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