Das JKI nennt das Projekt „Regionale fernerkundliche Erfassung des aktuellen landwirtschaftlichen Ertragspotentials“ (RiflE). Mit Hilfe von Daten des Satelliten Copernicus sollen Ertragspotentiale für wichtige landwirtschaftliche Kulturen abgeschätzt werden. Durch einen kombinierten Ansatz aus Satellitenbildern, aktuellen Witterungsdaten des Deutschen Wetterdienstes und Modellansätzen schätzen die Experten aus dem JKI zunächst den zu erwartenden Ernteertrag teilschlagspezifisch ab.

Begonnen wird zunächst in Niedersachsen. Hier soll die Qualität der Schätzungen, die Verarbeitungsabläufe und die technischen Anforderungen getestet werden. Wenn ab 2015 geeignete Copernicus Satelliten verfügbar sind, wollen die Wissenschaftler vom JKI die Daten auswerten und der Öffentlichkeit kostenfrei zur Verfügung stellen.

Das zweite Projekt kartiert mit Hilfe der Satellitendaten besondere ökologische Vorrangflächen in den Agrarflächen. Hier will das JKI die Landwirtschaft für das Greening im Zuge der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU unterstützen. In dem Projekt „Copernicus 4 EFA“ schaut das JKI aus dem All auf den Ackerschlag und kann Kleinstrukturen im Agrarraum, wie Feldgehölze, Hecken, Feldsäume oder Kleingewässer in bestehenden Datenbanken gut erfassen. So können Empfehlungen gegeben werden, welche Flächen sich für das Greening besonders gut eignen. (hed)
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