Fast 440.000 Jugendliche haben 2008 ihr Studium, die Ausbildung oder die Schule vorzeitig abgebrochen. Agrarstudenten werfen seltener als Kommilitonen anderer Fachrichtungen das Handtuch. Die Abbrecherquote entspricht etwa einem Sechstel aller Bildungsteilnehmer des Jahres 2008, hat das Institut der Deutschen Wirtschaft (idw) in Köln ermittelt. Bei Universitäten und Hochschulen ist die Zahl der Abbrecher am höchsten. Von den zukünftigen Akademikern, die 1999 ein Studium begonnen haben, verließen 27,5 Prozent nach zehn Jahren die Uni oder die Hochschule, ohne einen Abschluss erreicht zu haben. Mit 34,5 Prozent verzeichnen die Sprach- und Kulturwissenschaften die meisten Abbrecher. Am zielorientiertesten sind Studenten der Medizin und der Gesundheitswissenschaften. Sie verzeichnen nur 12,7 Prozent Studienabbrecher. Mit einer Quote von etwas mehr als 20 Prozent bewegen sich die Agrarstudenten deutlich unter dem Durchschnitt von 27,5 Prozent. Über alle Fächer hinweg zeigen Frauen eine höhere Durchhaltekraft als ihre männlichen Kollegen, hat das idw festgestellt. (az)
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