Agrarstudium in Thüringen ist überflüssig

Für eine Kooperation mit Nachbarländern bei der beruflichen Ausbildung macht sich die Fraktion der Grünen in Thüringen stark. Alles andere wäre „Kleinstaaterei“.
 
„Die Situation der Nachwuchsgewinnung in Landwirtschaft und Gartenbau in Thüringen ist prekär“, findet Dr. Frank Augsten, Agrarexperte der Grünen im Thüringer Landtag. Anlässlich der Bildungskonferenz Anfang Dezember zu den „Grünen Berufen“ in Erfurt plädierte er für eine bessere Zusammenarbeit der Bundesländer. Denn Ausbildungseinrichtungen in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt hätten von der Berufsausbildung bis zur Hochschule Probleme mit der Anwerbung von Schülern und Studenten. Die Einrichtung einer eigenen agrarwissenschaftlichen Fakultät in Thüringen schaffe zusätzliche Konkurrenz, so Augsten.
 
Der Politiker kritisiert damit die Bemühungen der Landesregierung, ein eigenes landwirtschaftliches Studium in Thüringen anzubieten. CDU und SPD hatten in ihrem Koalitionsvertrag vereinbart, einen entsprechenden Studiengang sowie ein Kompetenzzentrum für Agrarwissenschaften zu schaffen. 

Diese Option wird allerdings schon seit einigen Jahren diskutiert. Es gab auch schon konkrete Vorstellungen über den Standort. Im Gespräch waren Erfurt und Jena. (kbo)
stats