Das Studium der Agrarwissenschaften ist und bleibt bei Erstsemestern beliebt. In diesem Studienjahr haben sich insgesamt 1.945 Studenten für das Agrarstudium an den deutschen Universitäten entschieden – 6 Prozent mehr als im Vorjahr. Da derzeit nicht bekannt ist, wie viele Studenten sich im Sommersemester an der Universität Gießen und am Wissenschaftszentrum Weihenstephan (WZW) der Universität München immatrikulieren werden, fällt der Anstieg zum Vorjahr voraussichtlich noch höher aus. „Wenn der Aufwind bestehen bleibt, dann werden die Zulassungsbeschränkungen zunehmen“, sagt Prof. Reinhold Jahn von der Universität Halle, wo der diesjährige Fakultätentag der zwölf universitären Agrarstandorte stattfindet. Viele Standorte seien mit ihren Kapazitäten bereits am Ende und lediglich ein Teil der Universitäten beschränkt die Zulassung.

Zum Wintersemester 2009/10 haben sich zudem 761 Masterstudenten für einen agrarwissenschaftlichen Studiengang eingeschrieben. Ein Vergleich mit den Vorjahren ist allerdings schwierig, da der Master erst deutlich später eingeführt wurde als der Bachelor. Nach Angaben Jahns verliert hingegen der Abschluss Dr. agr. leicht an Bedeutung. Allerdings gebe es mittlerweile durch die Zusammenlegung von Fachbereichen ein größeres Angebot an den Fakultäten und somit mehr Möglichkeiten zur Promotion in verwandten Fachgebieten mit den Titeln Dr. rer. nat oder Dr.-Ing. Von den insgesamt 510 Promotionen schließen 60 Prozent – und somit der größte Anteil – jedoch noch mit einem Doktor in Agrarwissenschaften ab. (ir)
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