VDL-Präsident Markus Ebel-Waldmann wies darauf hin, dass der öffentliche Dienst zu wenig Augenmerk auf die Ausbildung von jungen Mitarbeitern richtet.  Im Zuge des Fachkräfte- und Nachwuchsmangels müsse sich der öffentliche Dienst attraktiver präsentieren und dem Nachwuchs bessere Einstiegsmöglichkeiten bieten, so der VDL auf seiner Tagung zur Zukunftsfähigkeit des öffentlichen Dienstes in der Agrarbranche.

Die derzeitige Alters- und Personalstruktur bezeichnet der VDL als Damoklesschwert für eine funktionierende Verwaltung.  Es müsse mehr Nachwuchs ausgebildet und eingestellt werden. Die Situation sei in Ministerien und Kammern ähnlich ungünstig: Die große Mehrheit der Beamten und Angestellten gehören zur Gruppe der 56- bis 65-Jährigen. In den kommenden Jahren werden überdurchschnittlich viele Mitarbeiter ausscheiden. Im Bundeslandwirtschaftsministerium wird bis 2029 jeder dritte Mitarbeiter in Rente gehen.

In den deutschen Agrarverwaltungen arbeiten derzeit rund 50.000 Mitarbeiter. Die durchaus attraktiven Arbeitsplätze müssten im Wettbewerb mit der Privatwirtschaft bestehen. Der VDL will das Interesse von Studierenden und Absolventen weiterhin auf dieses Berufsfeld lenken.

Die Ausbldung in den Agrarverwaltungen sei nur wenig transparent und von Bundesland zu Bundesland sehr unterschiedlich, kritisiert der VDL weiter. (az)
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