Fast 10 Prozent an Zuwachs erfahren die 12 deutschen Fachhochschulen, die ein agrarwirtschaftliches Studium anbieten. Die Zulassungsbeschränkungen nehmen zu. Zum Wintersemester 2010/11 sind 4756 Studenten für ein agrarwirtschaftliches Studium an einer Fachhochschule eingeschrieben. 4257 befinden sich in einem Diplom- oder Bachelorstudiengang, 499 haben sich für einen Masterstudiengang entschieden. Damit ist die Studentenzahl im Vergleich zum Wintersemester 2009/10 um knapp 10 Prozent gewachsen. Das geht aus den neuesten Zahlen des Fachbereichstages der Fachhochschulen im Agrarbereich hervor. 

Nach Auskunft des Vorsitzenden des Fachbereichstages, Professor Roland Bauer von der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf, zwingt die starke Nachfrage die Mehrzahl der Standorte dazu, eine Zulassungsbeschränkung einzuführen oder sie beizubehalten. Die Fachhochschulen würden zunehmend an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen und die Ausbildungsqualität könne sonst nicht gesichert werden, heißt es in einer Pressemitteilung. Die Berufsaussichten der Bachlor-Absolventen werden durchweg positiv beschrieben. Zweifel auf Seiten der Arbeitgeber hinsichtlich Qualifikation und Praxisbezug bestünden nicht. Die Nachfrage nach Master-Angeboten könne hingegen durchaus größer sein, stellt der Fachbereichstag fest. (az)
 
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