Agrarwirtschaft zieht Auszubildende an

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Milchboykott, EU-Agrarpolitik, Höfesterben hin oder her: Immer mehr junge Leute lernen einen der zwölf Berufe in der Agrarwirtschaft. Landwirt und Gärtner stehen auf der Beliebtheitsskala ganz oben, Frauen wollen am liebsten Pferdewirtin werden. „Ohne den Berufsnachwuchs hätte die Landwirtschaft keine Zukunft“, sagte der Präsident der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein Hermann Früchtenicht gegenüber ernährungsdienst.de. Rund 2.000 Azubis lernen in Schleswig-Holstein einen der zwölf Grünen Berufe, 25 Prozent mehr als vor fünf Jahren. Darunter sind 800 angehende Landwirte und 700 Gärtner. Immerhin 40 Prozent der Auszubildenden wollen Landwirt werden, obwohl die Eltern keinen eigenen Hof haben. „Diese Leute werden als Angestellte auf großen Höfen im Einsatz sein. Die Aussichten einen guten Job zu finden sind bei einem guten Abschluss top“, betont Früchtenicht. Immerhin zehn Prozent der 800 Lehrlinge seien Frauen. 500 Bauern bilden den Agrar-Nachwuchs in Schleswig-Holstein aus, für das neue Ausbildungsjahr seien noch 50 Lehrstellen unbesetzt, hauptsächlich im Süden des Landes hieß es. Die Liste der Ausbildungsbetriebe ist im Internet bei der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein zu finden. (Ps)
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