Die Universität Gießen gibt bei den Agrarwissenschaften den Auftakt zur elektronischen Prüfung. Einige Kinderkrankheiten gilt es noch zu überwinden. Was an medizinischen Fakultäten vor einigen Jahren begann, wird zunehmend von anderen Fachbereichen entdeckt: Die E-Prüfungen. Sie finden unter gleichen Bedingungen wie eine klassische Klausur statt, werden aber statt mit Stift und Papier an einem PC ausgeführt und elektronisch ausgewertet. Am Wochenende schrieben die Agrar- und Ernährungswissenschaftler sowie die Umweltmanager in Gießen ihre Abschlussklausur des Chemischen Praktikums in elektronischer Form.

Nach zwei Jahren Vorbereitungszeit stellte das Organisationsteam vom Institut für Organische Chemie noch Probleme bei der Umstellung fest. Vielen Studenten reichte die Bearbeitungszeit nicht aus. Die Durchfallquote war höher als gewöhnlich. Der Vorteil der E-Klausuren liegt nach Meinung der Organisatoren in der konstanten Korrigier-Qualität, da die Ergebnisse elekronisch ausgewertet werden. In einigen Jahren wird auch mit einer Zeitersparnis für die Dozenten gerechnet. (az)
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