Die Bundeslandwirtschaftsministerin fordert die Wirtschaft auf, sich stärker um Frauen zu bemühen. Ebenso sieht Ilse Aigner (CSU) die Mädchen selbst in der Verantwortung. Auf das kostbare Potenzial der jungen Frauen und Mädchen zu verzichten, könne sich die Gesellschaft nicht länger erlauben.

Die Unternehmen müssten sich stärker öffnen, beispielsweise über Frauenförderprogramme oder Betriebskitas. Ebenso sei eine ausreichende Förderung bereits in der Schule notwendig, um eine positive Einstellung zu den Mint-Berufen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) zu wecken. Auch die Mädchen selbst seien gefragt. Sie sollten ihre Chancen nutzen, auch wenn es Widerstände gebe, so Aigner.

Das Agrarministerium selber bildet allerdings das Schlusslicht, was den Frauenanteil in Führungspositionen angeht. Einer Untersuchung der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) zufolge bekleiden nur 8,7 Prozent der Frauen leitende Positionen im Landwirtschaftsministerium. Am besten schneidet mit 29,4 Prozent das Familienministerium ab. (az)
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