Auszeichnung

Auch Melker sollen sich wohlfühlen

In der Arbeitsunfähigkeitsstatistik liegen Beschäftigte im Melkstand deutlich über dem Durchschnitt. Das war Anlass für Maxi Thinius, Absolventin der Berliner Humboldt-Universität, sich in ihrer Masterarbeit mit der betrieblichen Gesundheitsförderung in der Landwirtschaft auseinander zu setzen.

Der VDI-Fachbereich Agrartechnik der Max-Eyth-Gesellschaft  zeichnete Maxi Thinius gestern im Rahmen des Arbeitswissenschaftlichen Kolloquiums in Hohenheim mit dem Ludwig-Wilhelm-Ries-Preis aus. Diesen Preis erhalten Verfasser von Dissertationen, Diplom- oder Masterarbeiten, die eine hervorragende Arbeit auf dem Gebiet der Arbeitswissenschaften im Landbau angefertigt haben.

Nach einer Analyse der Arbeitsbedingungen und der Arbeitsweise hat Thinius technische, organisatorische und personenbezogene Maßnahmen abgeleitet, die den Arbeitsplatz und die Arbeitsumwelt der Melker gesünder und attraktiver gestalten. Sie sollen gleichzeitig einen Grundstein für ein nachhaltiges betriebliches Gesundheitsförderungskonzept darstellen. 

„Mit der Masterarbeit betrat Frau Thinius Neuland“, so Frau Dr. Martina Jakob, die gemeinsam mit Prof. Reiner Brunsch aus dem Leibniz-Institut für Agrartechnik Potsdam-Bornim die Erstellung der Arbeit fachlich begleitete. 

Thinius arbeitet heute an der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin in Dortmund. Die Erfahrungen aus ihrer Masterarbeit kann sie an vielen Stellen ihrer Tätigkeit einfließen lassen. (kbo)
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