Die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) fordert die grundlegende Änderung der Akkreditierung des Studiums in Deutschland. Ein Audit soll die Beurteilung der Qualität effizienter machen. Das derzeitige Verfahren zur Qualitätssicherung und -entwicklung von Lehre und Studium sei zu bürokratisch, kritisierte HRK-Präsidenten Prof. Dr. Margret Wintermantel. Es sei zu kompliziert und trage nur wenig zur Verbesserung der Qualität bei. Stattdessen soll ein „Institutionelles Audit" eingerichtet werden, das Lehre und Studium nach speziellen Evaluationsprinzipien kontrolliert, fordert sie. In der Neugestaltung sollen die Akkreditierungsagenturen eine beratende Funktion haben und Hilfe zur Systementwicklung leisten, so der Vorschlag der HRK, ein freiwilliger Zusammenschluss deutscher Hochschulen. Sinnvoll sei zudem die Vergabe eines „Qualitätssiegels" zum Nachweis der Qualität der Lehre und deren laufende Verbesserung. Wintermantel sieht in dem Siegel ein Instrument im Wettbewerb der Hochschulen untereinander.

Hintergrund: Jede Hochschule in Deutschland ist verpflichtet, ihr Bildungssystem in Form einer Akkreditierung von bestimmten Agenturen prüfen zu lassen. Der seit 1988 bestehende deutsche Akkreditierungsrat bevollmächtigt Agenturen, die ihrerseits die Qualität der Hochschulen prüfen und bewerten. (sk)     
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