Entrepreneurship

Ausländische Studierende gründen lieber

In der aktuellen Umfrage „Ausländer mit mehr Unternehmergeist“ untersuchte das Team von SWICE, eine Initiative mit Sitz am Standort Soest der Fachhochschule Südwestfalen, die Besonderheiten der ausländischen Studierenden am Campus. Daraus geht hervor, dass diese Gruppe eine vergleichsweise höhere Gründungsneigung als deutsche Kommilitoninnen und Kommilitonen besitzt.

Während nur 1,9 Prozent der deutschen Studierenden es für wahrscheinlich halten, innerhalb eines Jahres ein Unternehmen zu gründen, sind es bei den internationalen Studierenden 27,1 Prozent. Dies entspricht mehr als 14 Mal so viel.

Ein weiteres Ergebnis der Studie lautet, dass ausländische Studierende eher motiviert sind, Arbeitsplätze zu schaffen. Vier Mal so viele Deutsche (28,6 Prozent) planen eine Soloselbstständigkeit, unter den Ausländern sind es dagegen nur 7,3 Prozent. Hingegen plant ein mehr als doppelt so hoher Anteil an Ausländern (36,5 Prozent; Anteil der Deutschen: 14,6 Prozent) mehr als zehn Arbeitsplätze in den ersten zehn Jahren schaffen zu wollen. Zudem wollen die ausländischen Studierenden sich bevorzugt im produzierenden Gewerbe selbstständig machen. Etwas mehr als die Hälfte der geplanten Gründungen sollen Vollerwerbsgründungen sein.

Die Autoren sehen in diesen Ergebnissen ein großes Potenzial für die Region, was Gründungen durch die angesprochene Gruppe angeht. „Ein Großteil der ausländischen Befragten möchte in Deutschland gründen, bevorzugt im produzierenden Gewerbe. Da die Region Südwestfalen gerade im produzierenden Sektor über Stärken verfügt, könnte an dieser Stelle ein interessantes Synergiepotenzial entstehen. Die Kooperation von etablierten Unternehmen und Start-ups könnte für beide Seiten Vorteile bieten und sollte daher in Zukunft stärker gefördert werden“, so Prof. Dr. Andreas Gerlach. (az)
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