Deutsche Studenten sind mobil. Das Interesse an einem Auslandsaufenthalt hängt allerdings stark vom gewählten Studienfach ab. Die Zahl der Studenten, die Praktika, Sprachkurse oder Studiensemester im Ausland absolvieren, hat sich zwischen den Jahren 2000 und 2008 fast verdoppelt. So zog es 2008 mehr als 100.000 junge Menschen ins Ausland. Das geht aus dem neuesten Bericht „Internationalisierung des Studiums" hervor, den das Bundesbildungsministerium (BMBF), das Hochschul-Informations-System (HiS) und das Deutsche Studentenwerk (DSW) am heutigen Freitag vorstellen.

Damit belegt Deutschland Platz vier in der Rangliste der reisefreudigen Nationen. Nur aus China, Indien und Südkorea gehen noch mehr Studenten ins Ausland. Die Höhe der studienbezogenen Auslandsaufenthalte variiert deutlich von Fächergruppe zu Fächergruppe. So ging ein vergleichsweise hoher Anteil der Sprach- und Kulturwissenschaftler (12 Prozent) und der Rechts- und Wirtschaftswissenschaftler (11 Prozent) ins Ausland. Demgegenüber haben sich nur 5 Prozent der Mediziner, Mathematiker und Naturwissenschaftler für eine Zeit im Ausland entschieden. Bei den Ingenieuren waren sogar nur 4 Prozent auslandsmobil.

Als wichtigste Finanzierungsquellen für den Auslandsaufenthalt hat die Studie die Unterstützung durch die Eltern (75 Prozent), Stipendien (60 Prozent) sowie die eigene Erwerbstätigkeit (50 Prozent) ermittelt. An der vom Deutschen Studentenwerk organisierten Befragung haben im Sommer 2009 mehr als 16.000 Studenten teilgenommen. (az)
stats