Erasmus ist 1987 gegründet worden. Seither haben mehr als drei Millionen junge Europäer mit Hilfe des EU-Programms Auslandserfahrung gesammelt, zeigt die aktuelle Statistik der EU-Kommission.

Jetzt soll das Programm ausgebaut und auch der Etat aufgestockt werden. Für die Jahre 2014 bis 2020 sind 14,5 Mrd. € vorgesehen, das sind um 40 Prozent mehr als in der Vorjahresperiode. Gleichzeitig wird umstrukturiert. Unter "Erasmus +" werden künftig alle Austausch- und Förderprogramme zusammengefasst. Das sind neben Erasmus für Studenten die Programme Leonardo da Vinci für die beruflichen Aus- und Weiterbildung, das Programm Comenius für Lehrkräfte und Grundtvig für die Erwachsenenbildung.

Im Hochschuljahr 2011/2012 absolvierten nach den Zahlen der EU-Kommission mehr als 250.000 Studenten einen Teil ihres Hochschulstudiums oder ein Praktikum im Ausland. Die meisten von ihnen kamen aus Spanien (39.545 Studenten). Deutschland lag mit 33.363 Teilnehmern auf dem zweiten Platz, gefolgt von Frankreich mit 33.269 Studierenden. Die drei beliebtesten Zielländer für einen Erasmus-Studienaufenthalt sind Spanien, Frankreich und Deutschland.

Agrarier nutzen selten Erasmus

Bei den gewählten Studiengängen liegen Sozial-, Wirtschafts- und Rechtswissenschaften mit 41,4 Prozent an der Spitze, gefolgt von Geisteswissenschaften und Kunst mit 22 Prozent sowie Ingenieurwissenschaften, Fertigung und Bauwesen mit 15 Prozent.

Nur zu 1,7 Prozent der Erasmus-Studenten studierten Landwirtschaft oder Veterinärmedizin an einer ausländischen Hochschule. Unter den Studenten, die das Programm für ein Praktikum im Ausland in Anspruch nahmen, stammten 2,8 Prozent aus dem Bereich Agrarwirtschaft.

Androulla Vassiliou, EU-Kommissarin für Bildung sagte anlässlich der Vorstellung des Programms: „Dank der Kompetenzen und der internationalen Erfahrung, die sie bei ihrem Aufenthalt erworben und gesammelt haben, haben ehemalige Erasmus-Studierende bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt und sind häufiger mobil.“ (hed)
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