Auslandssemester steigen in der Studentengunst

Immer mehr Menschen zieht es zum Studieren ins Ausland. Agrarstudenten hingegen sind unterdurchschnittlich mobil. Nach Angaben des statistischen Bundesamtes waren 2008 mehr als 100.000 deutsche Studenten an ausländischen Hochschulen eingeschrieben. Im Vergleich zum Vorjahr stellt das eine Steigerung um 13 Prozent oder knapp 12.000 Studenten dar.

Von den beim statistischen Bundesamt gezählten knapp 37.000 Agrarstudenten bevorzugen die meisten allerdings die heimischen Hochschulen. Nur etwas mehr als 2 Prozent interessierten sich 2008 für ein Auslandssemester. Die Agrarwissenschaftler werden noch von den Veterinärmedizinern unterboten. Von ihnen fand weniger als ein halbes Prozent einen Auslandsaufenthalt attraktiv. Am mobilsten zeigten sich die Studenten der Fächer Sprach- und Kulturwissenschaften sowie Sport, von denen mehr als ein Fünftel Auslandssemester belegte.

Die meisten Studenten bevorzugen die Nähe zur Heimat. Die beliebtesten Länder für ein Auslandsstudium sind Österreich, die Niederlande und Großbritannien. Diese drei Länder nehmen zusammen mehr als die Hälfte aller deutschen Studenten auf. In der Wahl des Gastlandes zeigen sich die Agrarwissenschaftler allerdings fernerkundungsfreudiger. Platz drei der beliebtesten Länder belegt bei ihnen Amerika. (kbo)
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