Weniger als ein halbes Prozent der landwirtschaftlichen Auszubildenden stammen aus dem Ausland. Der Bund der Deutschen Landjugend (BDL) wünscht mehr „Multikulti“ auf dem Land, um freie Plätze besetzen zu können.

Schließlich leben wir in einem Europa, in dem junge Menschen nicht nur reisen können, wie es ihnen gefällt, sondern auch arbeiten können, wo es gefällt, heißt es von Seiten des Bundes der Deutschen Landjugend.

Um Auszubildende aus anderen Teilen Europas wie Spanien für die deutsche Landwirtschaft zu begeistern, brauche es allerdings eine arbeitsmarktbezogene Willkommenskultur. Neben den von der Landjugend organisierten Partnerschaften, Auslandspraktika und Seminaren sei auch die Politik gefordert.

„Die jungen Spanier und Spanierinnen kennen weder unser duales Ausbildungssystem noch wissen sie von den freien Ausbildungs- und Arbeitsplätzen“, erklärt der Vorsitzende Matthias Daun. Benötigt würde mehr Unterstützung, die von maßgeschneiderten Informationen vor Ort bis zu Sprachkursen reiche.

An die berufsständischen Organisationen gerichtet wünscht sich der BDL mehr Integrationswillen. Denn es bedarf nicht nur eines Ausbildungsplatzes und guter Deutschkenntnisse, sondern gerade auch der sozialen Kontakte in der Freizeit und Nachbarschaft. (az)
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