Während der Vorlesungszeit geraten Bachelor-Studenten unter Stress. Im Vergleich zu den alten Studiengängen fällt pro Woche jedoch nur etwa eine Stunde Mehrarbeit an. Ein Fünftel der Bachelor-Studenten fühlt sich zeitlich überlastet, etwas mehr als 40 Prozent schätzen den Zeitdruck immerhin noch als hoch ein. Dies ist das Ergebnis der 19. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks (DSW), durchgeführt durch das HIS Hochschul-Informations-System.

Eine Erklärung sehen die Autoren der Studie in der unterschiedlichen Struktur und Organisation des Studiums. Bachelor-Studenten fehlten Freiräume und Gestaltungsmöglichkeiten. Das führe mit größerer Wahrscheinlichkeit zu Stress. Wahlfreiheit hingegen sei gekoppelt mit höherer Stresstoleranz.

Bachelor-Studenten an Universitäten wenden für das Studium wöchentlich im Durchschnitt 37,4 Stunden auf, an Fachhochschulen liegt der Zeitaufwand bei 36,6 Stunden. Das ist im Vergleich zu den Studenten in den alten Studiengängen 1,5 bzw. 1,0 Stunde mehr. DSW-Präsident Prof. Rolf Dobischat fordert, diese Ergebnisse in den Reformprozess der Hochschulen mit einfließen zu lassen. (az)
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