Rückwirkend zum 1. Oktober sollen die Bafög-Sätze angehoben werden. Darauf einigte sich gestern der Vermittlungsausschuss zwischen Bund und Ländern. Der Studierzuschuss für Kinder einkommensschwacher Familien soll um 2 Prozent steigen. Der Höchstbetrag würde sich von 648 auf 670 € monatlich erhöhen. Bisher hatten sich Bund und Länder über die Finanzierung der Mehrausgaben gestritten. Das Bafög wird zu 65 Prozent vom Bund und zu 35 Prozent von den Ländern getragen. Die Länder forderten, dass der Bund einen größeren Anteil der Kosten übernehmen soll.

Das wird zwar nicht geschehen. Dafür hat sich der Bund aber bereit erklärt, den Ländern bei den Ausgaben für Forschungskosten entgegenzukommen. Der Bund will zusätzliche 130 Millionen € für universitäre Projekte bereit stellen. Eine endgültige Entscheidung soll der Vermittlungsausschuss in der kommenden Woche fällen. Derzeit erhält rund ein Viertel der gut 2,1 Millionen Studenten Bafög. Im Durchschnitt beträgt die Förderung 413 € monatlich. (az)
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