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Forscher an der Schwedischen Universität für Agrarwissenschaften (SLU) in Uppsala haben den Einfluss spezialisierter Einzeller auf Weizenpflanzen untersucht. Die Bakterien stammen zum Teil aus den Wurzeln einer Wildgerstenart, die in besonders trockenen Gebieten in Nord-Israel vorkommt. Ein anderer Teil der Mikroben wurde aus den Wurzeln von Ponderosa-Kiefern in Arizona gewonnen, die dort ebenfalls unter sehr trockenen Bedingungen wachsen.

Nach Angaben der SLU fanden die Wissenschaftler heraus, dass diese Bakterienstämme auf den Wurzeln der Pflanzen einen Biofilm bildeten, der die Wasseraufnahme selbst in extrem trockenen Böden wesentlich verbessert. Diese Steigerung der Absorptionsfähigkeit wurde auch bei Weizenpflanzen beobachtet, die im Rahmen der Untersuchung mit den bakteriellen Isolaten infiziert worden waren.

Laut SLU zeigte sich bei diesen Probanden im Vergleich zu Kontrollpflanzen unter extrem trockenen Bedingungen eine um 78 Prozent erhöhte Produktivität sowie eine um das Fünffache gesteigerte Überlebensrate.

Bis diese Beobachtung in der Praxis angewendet werden kann, dauert es noch eine Weile, aber sie ist ein vielversprechenden Ansatz für die Steigerung der Nahrungsmittelproduktion und der Ertragssicherheit in extrem trockenen Anbaugebieten. (az)
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