Digitalisierung

Beruf Landwirt wird anspruchsvoller

In vielen Agrarbetrieben ist Precision Farming Technik bereits vorhanden, der Umgang mit GPS und Ertragskartierungen gehört zum Alltag und automatische Lenksysteme erleichtern die Arbeit. Vieles wird digital gesteuert. Als besonders komplex nehmen Landwirte vor allem das Datenmanagement wahr, erläuterte Prof. Markus Beinert von der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf, heute auf dem Symposium der Edmund-Rehwinkel-Stiftung in Berlin.

Auch das Zusammenführen von Daten über mehrere Jahre empfinden die in der Studie befragten Landwirte als eine Herausforderung ebenso die Interpretation der Daten. Gerade bei dem Einsatz von Sensoren, die Daten erfassen, oder etwa bei der Automatisierung der Fütterung komme es auf die richtige Analyse der Daten an. Vernetztes Denken und Wissen wird daher laut Beinert immer wichtiger. Das müsse auch in der Ausbildung berücksichtigt werden.

Nachwuchssorgen bestehen laut Dr. Carsten Holst von der Universität Göttingen nicht. Der Anteil älterer Betriebsleiter sei zurzeit aber recht hoch, so dass die Hofnachfolge immer schwieriger wird. Auf Grund des Strukturwandels, der sich zurzeit zwar abgeschwächt hat, aber in den kommenden zwei Jahrzehnten wieder zunehmen wird, entstehen laut Holst größere Unternehmen, die vor allem Fachkräfte mit höheren Bildungsabschlüssen benötigen werden. Aus heutiger Sicht sei aber kein Mangel absehbar, sagt Holst. (AW)
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